Dorfleben in Sachsen
: Wie sich Sorgen in Weißkeißel in Bürger-Engagement verwandeln

Die Entwicklung der Energiepreise treibt auch die Bürger in Weißkeißel um. Doch sie wollen nicht nur schimpfen, sondern werden selbst aktiv. Nicht nur den Bürgermeister freut‘s.
Von
Regina Weiß
Weißkeißel
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Beim Empfang in Weißkeißel kommen die Bürgermeister Andreas Lysk (r.), Tristan Mühl (2.v.r.) und Torsten Pötzsch mit dem TÜP-Kommandanten René Pierschel ins Gespräch.

Regina Weiß

Weißkeißel war einst ganz zufrieden mit seinem ersten Neujahrsempfang. Dann kam Corona und die Zweitauflage musste lange warten. Kurz vor dem Start in den Frühling hat nun Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) zu einem Empfang eingeladen, um bürgerschaftliches Engagement, die Arbeit in den Vereinen und die Zusammenarbeit mit den Unternehmern zu würdigen.

Auch wenn die Pandemie so manches ausgebremst habe, die Gemeinde habe doch nicht stillgestanden, wie Neuanschaffungen bei der Feuerwehr (neues Tanklöschfahrzeug) und Bauhof (neuer Multicar) gezeigt haben. Wie sich künftig die Entwicklung darstellen werde, sei hingegen schwierig, spielt Lysk auf Energiepreise und Co, an.

Energiegenossenschaft wird in Weißkeißel gegründet

Um so froher ist er, dass sich Menschen finden, die sich im Vorstand einer neu zu gründenden Energiegenossenschaft im Dorf engagieren wollen. Die Infoveranstaltung dazu war mit rund 200 Teilnehmern auf riesiges Interesse gestoßen. Am 29. März werde sich die Energiegenossenschaft gründen. „Das ist für mich ein Zeichen, wie Engagement in der Gemeinde funktioniert. Ich bin überzeugt, dass die Genossenschaft ein Erfolgsmodell werden kann“, so Lysk. Hintergrund ist, mit der Genossenschaft selbst in Photovoltaik-Anlagen zu investieren oder sich an Anlagen zu beteiligen, um sich dadurch langfristig günstigere Strompreise zu sichern.