Nördlich von Deschka und Piensk (Penzig) soll die Anbindung für die neue Grenzbrücke entstehen. Auf diesen Korridor fünf haben sich die deutschen und polnischen Partner in ihrer Vorzugsvariante geeinigt, teilt Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), mit.

Vereinbarung geschlossen

Auf Grundlage des 2017 abgeschlossenen Partnerschaftsvertrages haben der Niederschlesische Dienst für Straßen und Eisenbahnen und das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr eine gemeinsame Standortuntersuchung zur späteren Realisierung des Vorhabens durchgeführt. Nun ist in Wrocław (Breslau) der Abschluss der Vorplanung mit der Unterzeichnung und Übergabe der Dokumentation gewürdigt worden.

Sechs Gebiete betrachtet

Insgesamt waren sechs verschiedene Korridore betrachtet worden. Korridor 5 auf beiden Seiten der Neiße hatte sich schließlich als das Optimum für beide Partner herauskristallisiert. Er wurde als Vorzugsvariante festgelegt. Innerhalb der Untersuchung erfolgten eine gemeinsame Verkehrs- und Umweltuntersuchung sowie Verkehrsplanung.

Grenzverkehr im Landkreis Görlitz zu Polen Korridor für neue Neiße-Grenzbrücke

Neißeaue

Durch den erfolgreichen Abschluss des Projekts wurden die Grundlagen für einen späteren Bau geschaffen. Dieser soll die grenzüberschreitende Verkehrsanbindung verbessern und die Mobilität der Bewohner des polnischen und sächsischen Grenzgebietes erhöhen. Der Bau der neuen Grenzbrücke im Raum Deschka-Penzig kann auf der sächsischen Seite einen wichtigen Impuls für die Entwicklung des Gewerbegebietes Rothenburg darstellen. Gleichzeitig werden die touristischen Verkehrsbeziehungen verbessert. Die großen Abstände zwischen den derzeit existierenden sechs Brücken im Zuge von öffentlichen Straßen an der sächsisch-niederschlesischen Grenze wird zudem verkürzt

Anhörung wird starten

Laut Lasuv geht es demnächst in die Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Nach Auswertung der Stellungnahmen wird die Vorplanung abgeschlossen. Die nächsten Schritte sind die Erstellung des Vorentwurfs und darauf basierend der Feststellungsentwurf zur Beantragung der Planfeststellung bei der Landesdirektion Sachsen.

Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens ist die umweltrechtliche Genehmigung des Vorhabens nach deutschem Planungsrecht. Gibt es dann grünes Licht, kann eine Baudurchführungsvereinbarung abgeschlossen werden und der Bau durch die beiden Projektpartner erfolgen. Zum Zeitfenster macht das Lasuv keine Angaben.