Demenz im Kreis Görlitz
: Beratung wird erweitert für pflegende Angehörige

AOK und Kreis Görlitz testen neue Info-Angebote in Sachen Demenz. Sie sollen Angebote von Angehörigengruppen ergänzen, die wieder einen Kurs anbieten.
Von
Jürgen Scholz
Görlitz / Skerbersdorf
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Jana Haradinaj leitet die Angehörigengruppe von Menschen mit Demenz in Weißwasser.

Angebote für pflegende Angehörige von Demenzkranken wie von Jana Haradinaj in Weißwasser sollen ergänzt werden um Sprechstunden. In Skerbersdorf findet demnächst wieder eine Weiterbildung mit Lars Möhring statt.

Jürgen Scholz
  • Der Kreis Görlitz und die AOK erweitern Beratungsangebote zu Demenz mit Sprechstunden in Filialen.
  • Start in Niesky, Löbau und Görlitz, bei Erfolg mögliche Ausweitung auf weitere Standorte.
  • 55 % der Demenzkranken werden ambulant gepflegt, 13 % leben in stationären Einrichtungen.
  • Schulungen für pflegende Angehörige, z. B. mit Lars Möhring, finden in Skerbersdorf statt.
  • Selbsthilfegruppen und ein aktualisierter Ratgeber ergänzen die Unterstützung im Landkreis Görlitz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Kreis Görlitz will das Beratungsangebot und um das Thema Demenz weiter ausbauen. Geplant ist zusammen mit der AOK in deren Filialen in Niesky, Löbau und Görlitz Demenzsprechstunden anzubieten. Wenn es läuft, wie wir es und vorstellen, werden wir es auch kleinräumiger machen, kündigte Martina Weber als zuständige Beigeordnete im Landratsamt an.

Man werde erst einmal an den drei Standorten beginnen, gegebenenfalls das Angebot erweitern, so Martina Weber. Es soll als Ergänzung zu anderen Unterstützungsangeboten im Landkreis verstanden werden. Bereits jetzt gibt es diverse Anlaufstellen im Landkreis Görlitz, aber auch Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige.

Nach Angaben der Sozialdezernentin werden 55 Prozent der an Demenz Erkrankten ambulant gepflegt – entweder von Pflegediensten oder aber von pflegenden Angehörigen. Etwa 13 Prozent sind in stationären Einrichtungen untergebracht.

Informationen zum Thema Demenz werde aber auch in anderen Bereichen aktiv vermittel. „Wir schulen Polizeibeamte unter anderem mit der Maßgabe“, ihnen etwas über das Krankheitsbild zu vermitteln, so Martina Weber.

Pflege-Tipps auf humorvolle Art bei Kurs in Skerbersdorf

Einen offenen Umgang mit der Krankheit im Umfeld empfehlen auch erfahrene pflegende Angehörige, wie Jana Haradinaj, die eine Selbsthilfegruppe in Weißwasser leitet. In diesem Zusammenhang wird auch wieder eine Schulung für pflegende Angehörige und andere Interessierte  mit Lars Möhring angeboten.

Möhring vermittelt Tipps und Informationen auf locker-humorvolle Weise. Anmeldungen für die Veranstaltung im Freizeitzentrum Skerbersdorf am Freitag, 9. Januar 2026 sind noch möglich unter Telefon 0178 4349631.