Seit Montag, 16. März, werden gemäß der entsprechenden Aufforderung der Sächsischen Staatsregierung grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe im Klinikum Görlitz auf unbestimmte Zeit verschoben, sofern es medizinisch vertretbar ist. Darüber informiert Sprecherin Katja Pietsch vom städtischen Krankenhaus.

Cottbus

Das Klinikum konzentriere sich damit auf die Patienten, die jetzt eine Versorgung dringend benötigen. Alle betroffenen Patienten werden oder wurden bereits benachrichtigt. „Wir müssen sicherstellen, dass ein Bett, welches für die Versorgung von Corona-Patienten gebraucht wird, nicht blockiert ist durch einen anderen Patienten, der nicht zwingend stationär zum jetzigen Zeitpunkt hätte versorgt werden müssen“, sagt der Medizinische Direktor, Dr. Eric Hempel. Dies erfolgt jedoch unter der Maßgabe, dass die Zahl der nun aufgeschobenen Patienten nicht zu groß wird.

Klinikum Görlitz baut wegen Corona eine Infektionsstation auf

Darüber hinaus wird das Klinikum die frei werdenden Kapazitäten an Betten und Personal dazu nutzen, um eine Infektionsstation zu schaffen, damit möglichst viele Behandlungsplätze für Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen durch Covid-19 bereitgestellt werden können. An Lösungen zur Erweiterung der Intensivplätze wird gearbeitet, heißt es weiter.

Darüber hinaus werde die Absicherung der interdisziplinären Notfallversorgung, der Versorgung von intensivmedizinischen Patienten und der Versorgung mit dringend notwendigen operativen Eingriffen aufrecht erhalten.

Umfassender Besucherstopp am Klinikum Görlitz

Seit Montag gilt ferner ein umfassender Besucherstopp. Ausnahmen gelten allerdings für Väter, die bei der Geburt dabei sein möchten, für Eltern stationär betreuter Kinder – hier gilt pro Tag darf eine Person einen Patient besuchen – sowie für Angehörige Schwerstkranker, etwa in der Palliativmedizin oder der Intensivmedizin. Auch hier gilt, pro Tag darf eine Person nur einen Patient besuchen.

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket aufgestellt, um die Versorgung der Bevölkerung unter den sich abzeichnenden Herausforderungen anzupassen. Das Klinikum folgt diesem Paket und will in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) und dem Landkreis Görlitz die stationäre Gesundheitsversorgung für die kommenden Wochen und Monate sicherstellen.

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