Am Montag wird der erste Coronavirus-Erkrankte in Sachsen bestätigt. Dabei handelt es sich um einen 67-jährigen Mann aus dem Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. Ebenfalls am Montag soll sich ein junger Mann in Weißwasser in einer Arztpraxis gemeldet haben. Er soll Symptome der Viruserkrankung aufweisen. Das trägt man der Rundschau zu.

Keine mit Coronavirus infizierten Personen bekannt

Mit dem Verdacht wird die Pressestelle der Kreisverwaltung Görlitz konfrontiert. „Dem Gesundheitsamt sind zum jetzigen Zeitpunkt keine Personen im Landkreis bekannt, die mit dem Coronavirus infiziert sind“, erklärt Franziska Glaubitz von der Öffentlichkeitsarbeit.

Der Landkreis Görlitz informiere fortlaufend auf seiner Internetseite über die Entwicklungen zum Thema: http://coronavirus.landkreis.gr/ sowie auch auf seinen Social Media-Kanälen. Dort werden insbesondere Handlungsanweisungen an Reiserückkehrer aus den, vom Robert-Koch-Institut benannten, Risikogebieten, aber auch an Bürger, die in Kontakt mit Personen von dort standen und Symptome entwickeln, mitgeteilt. Ebenso wurde eine Bürgerhotline (Montag bis Donnerstag 8 bis 15 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr: 03581 6635656) geschaltet, die für Fragen genutzt werden kann und zur Aufklärung beitragen soll.

Dresden koordiniert bei Coronavirus-Infektion

Grundsätzlich orientiert sich der Landkreis Görlitz in Vorbereitung möglicher auftretender Coronafälle am Pandemieplan des Freistaats und des Bundes. Dieser wurde landesweit auf den COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) hin abgestimmt und aktualisiert. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt koordiniert und steuert die darin enthaltenden Regelungen und Umsetzungen in den sächsischen Landkreisen.

Alle Schulen und Kindergarteneinrichtungen erhielten weitergehende Handlungsempfehlungen und Hinweise zu allgemeinen Hygienemaßnahmen über das Landesamt für Schule und Bildung beziehungsweise über die jeweiligen Gemeinden und stehen im Austausch mit den zuständigen Fachämtern im Haus, heißt es aus der Kreisverwaltung weiter.

Auch die Krankenhäuser des Landkreises stehen in enger regelmäßiger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und sind auf mögliche Krankheitsfälle vorbereitet. Momentan verfügen sie über ausreichend technisches und medizinisches Material, welches zur Behandlung von infizierten Patienten mit dem Coronavirus, entsprechende der Kapazitäten der Kliniken, notwendig ist.

Erst telefonisch mit Hausarzt in Verbindung setzen

Der Landkreis Görlitz folgt dem Grundsatz des Robert Koch Institutes Verdachtsfälle möglichst in der Häuslichkeit zu belassen. Möglicherweise betroffene Bürger sollen sich zunächst telefonisch bei ihrem Hausarzt melden, welcher dann die weitere Vorgehensweise bespricht. Hausärzte werden tagesaktuell von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsens (KVS) über deren Homepage informiert. Der Landkreis Görlitz steht im unmittelbaren Informationsaustausch mit der KVS in Dresden.