Innerhalb von 14 Tagen hat sich die Belegung der Intensivbetten in den Krankenhäusern von Weißwasser bis Zittau mehr als verdoppelt: von elf Patienten vor zwei Wochen auf Donnerstag 30. Damit sind die Betten, die für Coronaerkrankte „reserviert“ waren, alle belegt. Weitere 30 ITS-Betten gibt es kreisweit für Notfälle wie schwere Erkrankungen (Akutfälle).
Deshalb kündigen Landrat Bernd Lange (CDU) und Sozialdezernentin Martina Weber in einem Pressegespräch am Donnerstag an, dass Patienten verlegt werden müssen. Auf eine Nachfrage heißt es, ab sofort. Wie viele Patienten das betrifft und wohin sie gebracht werden, dazu gibt es keine Auskunft. Damit wiederholt sich eine Situation vom Dezember 2020, als die Krankenhäuser bereits schon einmal am Limit waren. „In den Krankenhäusern ist man hoch angespannt“, umschreibt der Landrat die derzeitig Situation.

Cottbus

22 von 30 Patienten sind ungeimpft

Die 30 Patienten auf der ITS sind zwischen 31 und 90 Jahre alt. 22 davon sind ungeimpft beziehungsweise nicht vollständig geimpft. Da die Liegezeit der Patienten in den Intensivbetten längere Zeit in Anspruch nehme, habe man auch kaum Möglichkeiten, um selbst Freiräume zu schaffen, erklärt Martina Weber.
Insgesamt werden kreisweit 195 Personen medizinisch in den Kliniken behandelt.
Mit Stand 25. November meldet der Landkreis 1.960 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Es handelt sich um 1.459 Erwachsene und 501 Kinder durch den gesamten Landkreis verteilt. „Wir können derzeit nichts als Hotspot ausmachen“, so Lange.
Derzeit befinden sich 5.362 Personen mit positivem PCR-Test in häuslicher Quarantäne.
Auch weitere Todesfälle gibt es für den Zeitraum vom 5. bis 18. November. Es handelt um eine 86-jährige Frau und drei Männer im Alter von 52, 72 und 80 Jahren aus dem Kreissüden. Insgesamt sind bislang 1.220 Personen im Landkreis Görlitz in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.