Kurz vor dem Weihnachtsfest 2021 wenden sich Oberbürgermeister aus der Oberlausitz, Geschäftsführer der Krankenhäuser im Landkreis Görlitz sowie der Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz mit Wünschen und einem offenen Appell an alle Mitmenschen Region. Sie haben unter dem Motto: „Wir stehen zusammen“ einen offenen Brief verfasst.
Die Unterzeichner sind Thomas Zenker, Oberbürgermeister von Zittau; Octavian Ursu, Oberbürgermeister von Görlitz; Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister von Weißwasser; Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz; Steffen Thiele, Geschäftsführer Klinikum Oberlausitzer Bergland gGmbH und Kreiskrankenhaus Weißwasser gGmbH; Ines Hofmann, Geschäftsführerin Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH; Sven Heise/Lutz Möller, Geschäftsführer der Malteser Sachsen-Brandenburg gGmbH, und Daniela Kleeberg, Standortleitung Malteser Krankenhaus St. Carolus Görlitz.

Der Blick geht zurück auf Weihnachten 2020 in der Oberlausitz

Sie richten den Blick zurück auf Weihnachten 2020. „Vor genau einem Jahr erlangte unsere Region traurige Bekanntheit durch internationale Meldungen zu überlasteten Krankenhäusern und Krematorien. In beängstigender Geschwindigkeit überrollte uns das Infektionsgeschehen. Wir alle wollten so etwas nie wieder erleben. Aber die aktuellen Erkrankungszahlen im Zuge von Covid-19-Infektionen in den Krankenhäusern von Zittau über Görlitz bis Weißwasser sind bedrohlich hoch“, heißt es im offenen Brief.
Als endlich die Impfstoffe zur Verfügung gestanden hätten, sei die Hoffnung gewachsen, die Pandemie-Einschränkungen hinter uns lassen zu können. „Heute wissen wir es leider besser. Die Impfstoffe sind wirksam, aber es gelang nicht, in der notwendigen Geschwindigkeit ausreichend Menschen zu impfen. Das hatte viele Gründe: organisatorische wie kommunikative. Und so erleben wir nach einem trügerisch unbeschwerten Sommer nun erneut einen von vielen Sorgen belasteten Jahreswechsel. Die vierte Welle der Corona-Pandemie trifft uns erneut besonders heftig.“

Görlitz

Dieses Jahr sei allen Menschen der Region sehr an die Substanz gegangen. Und die Belastungen nehmen noch nicht ab. „Wir haben es noch nicht geschafft“, stellen die Unterzeichner fest. Bei allem Verständnis für die Enttäuschung über erneute Einschränkungen und die Belastungen für jede Familie, jedes Unternehmen und jede Organisation, rufen die Unterzeichner auf, gerade jetzt zusammenzuhalten und solidarisch gegen die Pandemie zu kämpfen.

Ein Appell zu Weihnachten richtet sich an die Oberlausitzer

Deshalb ist der offene Brief mit einem Appell an die Menschen der Oberlausitz verbunden. Jeder soll sich über seriöse Quellen zum Pandemiegeschehen informieren und sich mit Kraft für die Menschen einsetzen, die Hilfe benötigen. „Distanzieren sie sich von extremen Meinungen und Aktionen und lassen sie sich nicht von radikalen Protesten vereinnahmen. Werben sie für Vertrauen in unsere Demokratie, in unsere exzellente Wissenschaft und die Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen in Pflege und Gesundheitswesen.“ Zudem solle man ohne Hass und Hetze im Gespräch bleiben.
„Lassen sie sich impfen, wenn es ihnen gesundheitlich möglich ist.“ Um Krankenhäuser zu entlasten, sollen außerdem Unfallrisiken gemieden werden.
„Wir wollen ausdrücklich jenen Menschen Dank sagen, die in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen, bei den Rettungsdiensten und Krankentransporten seit Monaten für uns alle Unglaubliches leisten.“ Viele davon sind auch an den Feiertagen im Einsatz.
Umsicht und Vorsicht sollten auch zum Weihnachtsfest eine Rolle spielen: Nach Impfung beziehungsweise Tests sollen die Menschen das Zusammensein mit der engsten Familie und einigen Freunden, das traditionelle Weihnachtsessen, geschmückte Fenster und Bäume in den Städten, weihnachtliche Musik und Leckereien genießen.
Der Brief schleißt damit: „Bleiben sie bitte gesund und sorgen sie dafür, dass es anderen auch gelingt.“