Wie es Landrat Bernd Lange (CDU) im jüngsten Pressegespräch angekündigt hat, will der Kreis das Thema impfen weiter voranbringen. Deshalb wolle man dafür auch werben, sind sich die Mitglieder im Stab für außergewöhnliche Ereignisse auch einig. So macht der Kreis in seiner Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass das Impfzentrum in Löbau derzeit über freie Termine mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer verfügt. Der Landkreis Görlitz weist auf das Impfangebot für die berechtigten Personengruppen hin und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, diese Chance zu nutzen, um gemeinsam die Corona-Pandemie zu überwinden und in ein normales Leben zurückzufinden. Termine sollten aufgrund der hohen Auslastung der Hotline vorrangig über das Onlinebuchungssystem unter https://sachsen.impfterminvergabe.de/ vereinbart werden.

Wieder mehr Schulen und Kitas im Landkreis Görlitz betroffen

Knapp eine Woche nach der Osterferien steigt das Infektionsgeschehen in Kitas und Schulen weiterhin an. Derzeit werden Corona-Fälle aus 44 Schulen und 20 Kindertages und Horteinrichtungen gemeldet. Die betroffenen Einrichtungen verteilen sich in vielen Kommunen so über Bernstadt a.D. Eigen über Krauschwitz, Niesky, Rietschen bis Weißwasser. In den Schulen sind 79 positive Fälle (davon elf Mutationen) festgestellt worden, in den Kitas und Horten 25 (davon sechs Mutationen). In diesem Zusammenhang befinden sich derzeit 208 Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne.
Über das Wochenende meldet der Landkreis 125 Neuinfektionen. Stand der eigenen errechnete Inzidenzwert am Samstag bei 269,86, lag er Sonntag bei 249,28. Bei der Zahl des Robert-Koch-Instituts gab es genau die Gegenbewegung: Samstag 240,6; Sonntag 247,3.

Bettenauslastung in Sachsen bei 70 Prozent

Mit 118 Patienten in Krankenhäusern des Kreises und davon 23 auf der Intensivstation hat der vermeldete Wert vom Freitag Bestand. Ob diese Stabilität von Dauer ist, wird sich nach dem Wochenende zeigen.
Maßgeblich bei weiteren Entscheidungen im Land ist die Gesamtsituation im Freistaat. Hintergrund ist: Wenn in Sachsen mehr als 1.300 Betten auf Normalstationen mit COVID-19-Patienten belegt sind, dann wird eine Rückkehr zum Lockdown angeordnet. Mit Stand vom Samstag waren sachsenweit 1145 Betten belegt. Das entspricht einer Auslastung von 70,5 Prozent.