Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am 25. Mai für den Kreis Görlitz eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 49,9. Damit ist der Wert erstmals in diesem Jahr unter die Marke von 50 gerutscht.
Zudem registriert das Gesundheitsamt keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Der Kreis selbst kommt auf eine Inzidenz von 51,4.
Rückläufig ist ebenfalls die Zahl der Covid-19-Patienten in den kreislichen Krankenhäusern. Gegenwärtig sind 79 Personen in Behandlung, 18 davon liegen auf einer Intensivstation.

Die Zahl der Corona-Toten erhöht sich im Kreis

Allerdings sind dem Gesundheitsamt zwei weitere Todesfälle nach einer Corona-Infektion vom 3. und 4. Mai 2021 gemeldet worden. Die zwei Frauen im Alter von 70 und 88 Jahren aus Görlitz und Weißwasser erhöhen die Gesamtzahl der Todesfälle auf insgesamt 1110 im Kreis.
In Weißwasser sind inzwischen 70 Menschen nach einer Ansteckung verstorben, in Görlitz sind es sogar 206. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Sachsen stieg laut RKI am Dienstag auf 9567.
Sachsenweit sind die Neuinfektionen und damit die Inzidenz weiter rückläufig. Das RKI meldet am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 70 für den Freistaat. An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen allerdings weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher würden auch weniger Neuinfektionen gemeldet.

Modellprojekte im Kreis Görlitz mit wissenschaftlicher Begleitung möglich

Der Kreis Görlitz betrachtet mit Blick auf sinkende Fallzahlen Modellprojekte als einen Bestandteil einer regionalen Öffnungsstrategie. Die Kreisverwaltung empfiehlt, in Abstimmung mit der Hochschule Zittau-Görlitz (HSZG), die wissenschaftliche Begleitung von möglichen Projekten von der Hochschule durchführen zu lassen. Dadurch würden bei mehreren Modellprojekten Synergieeffekte und schnellere Erkenntnisgewinne zu erwarten sein, hieß es.
Weitere Projektpartner können je nach methodischer und inhaltlicher Ausgestaltung des Modellprojektes einbezogen werden. Derzeit sind in Sachsen fünf Modellprojekte in Leipzig, Dresden, Augustusburg, Oberwiesental und Freiberg in Vorbereitung. Laut Landesregierung sind bislang 15 Anträge für weitere Projekte eingereicht.