Corona im Kreis Görlitz: Corona-Todeszahl steigt um 16 neue Fälle

Corona im Kreis Görlitz: Die Kliniken arbeiten am Limit und die Zahl der Todesopfer nach einer Infektion mit dem Coronavirus steigt weiter.
Waltraud GrubitzschIm Landkreis Görlitz sind am Freitag weitere 16 Personen im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Erkrankung verstorben. Nach Angaben des Gesundheitsamtes sind die Personen im Alter von 68 bis 90 Jahren gewesen. Damit steigt die Todeszahl kreisweit auf 127. Darüber hinaus sind dem Amt 155 neue Ansteckungen gemeldet worden, allein 44 davon in Görlitz. Gleichzeitig sind allerdings auch weitere 106 wieder genesen, zehn allein in Weißwasser. Wegen vier neue Ansteckungen liegt in der Glasmacherstadt die Zahl der aktiven Covid-19-Fälle bei 144, in Bad Muskau bei 72, in Krauschwitz bei 23, in Rietschen bei 21, in Schleife bei 14, in Groß Düben bei elf, in Weißkeißel bei zehn, in Gablenz bei neun, Boxberg bei acht und in Trebendorf bei sechs. Derzeit sind 2352 Personen kreisweit infiziert. Die sieben-Tage-Inzidenz beträgt 378,67 je 100 000 Einwohner. Corona-Schwerpunkte sind darüber hinaus 15 Pflegeeinrichtungen im Kreis, etwa in Weißwasser, Bad Muskau, Zittau und Görlitz. „40 Prozent der gesamten Infektionen im Kreis sind auf Altenpflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen zurückzuführen“, erklärt Landrat Bernd Lange (CDU).
Kliniken im Kreis Görlitz arbeiten am Limit
Weiterhin angespannt ist die Lage in den Kliniken. Da die Intensiv-Kapazitäten nahezu ausgeschöpft sind, wurden bereits zehn Personen auf Intensivstationen außerhalb des Landkreises verlegt, etwa nach Cottbus, Dresden, Leipzig und Freital. Aufgrund der zunehmenden Anzahl an Covid-19-Patienten wurden ferner einige Stationen in den Krankenhäuser geschlossen und aufschiebbare Behandlungen verschoben. Kapazitäten für Patienten, die aufgrund anderer Infektionskrankheiten, etwa bei Noroviren, Rotaviren oder Influenza behandelt werden müssen, sind derzeit nicht in ausreichendem Maße vorhanden, informiert das Gesundheitsamt. Allerdings ist bislang noch kein Influenza-Fall im Kreis bekannt, meldet das Robert-Koch-Institut.
Um Versorgungsengpässe abzuwenden und weitere Kapazitäten in den Krankenhäusern freizulenken, hat sich der Landkreis bereits an den Freistaat Sachsen gewandt. Am Freitag werden 191 Menschen stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 23 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.