Das gab es lange nicht: Der Landkreis Görlitz meldet am Montag, 22. Februar, keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Ob das nur dem Wochenende geschuldet ist oder es bei diesen erfreulichen Nachrichten bleibt, wird schon der morgige Tag unter Beweis stellen.
Die durch den Landkreis ermittelte 7-Tage-Inzidenz beträgt 63,31 je 100.000 Einwohner. Unterschiede zu den RKI Zahlen ergeben sich aus den unterschiedlichen Zeitpunkten der Auswertung.
89 Menschen werden aktuell stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 17 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.
Seit Beginn der Pandemie im März 2020 haben sich im Landkreis Görlitz nachweislich 14.686 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Derzeit befinden sich 205 Personen mit positivem PCR-Test in häuslicher Quarantäne.

Gesamtzahl der Corona-Todesfälle erhöht sich auf 909

Darüber hinaus gibt es einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion zu verzeichnen. Es handelt sich dabei um einen 65-jährigen Mann aus Niesky. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Verstorbenen im Landkreis Görlitz auf 909, teilt die Kreisverwaltung ebenfalls mit.
Seit Beginn der Corona-Schutzimpfung am 27. Dezember 2020 wurden, nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums im Landkreis Görlitz bislang 8932 Erstimpfungen und 3907 Zweitimpfungen durchgeführt. Die Daten beziehen sich auf Impfungen im Zentrum in Löbau sowie in den Alteneinrichtungen, nicht aber die in Krankenhäusern.
Setzt man die Zahl der Geimpften zur Bevölkerung der über 80-Jährigen ins Verhältnis (rund 25 000 Personen im Kreis) – sie gehören zur obersten Priorität – so kommt man auf eine Quote von 36 Prozent. Es dürften aber tatsächlich weniger sein, weil auch Beschäftige in den Krankenhäusern und in der Pflege zur Prioritätsgruppe 1 gehören. Den hohen Anteil an älterer Bevölkerung im Landkreis Görlitz sieht Landrat Bernd Lange (CDU) bei der Verteilung des Impfstoffs nicht genug berücksichtigt.