(rw) Solche Verträge sind Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) am liebsten: Es gibt eine positive Veränderung für die Bewohner seiner Stadt, aber dieselbe kostet das keinen Cent. Schnell ist deshalb am Donnerstag die Absichtserklärung zwischen Stadtverwaltung und der Deutschen Telekom unterzeichnet. Es geht um den viel und lange geforderten Breitbandausbau in der Parkstadt. Im Rahmen des Telekomfinanzierten Eigenausbaus soll schnelles Internet bis Ende 2019 anliegen. Davon werden in Bad Muskau 1800 Haushalte profitieren, kündigt Kai Gärtner vom Infrastrukturvertrieb Region Ost des Kommunikationsunternehmens an. Laut Bänder sind das mehr als zwei Drittel der Haushalte.

Die Telekom nutzt dafür das sogenannte Supervectoring. Dafür wird das Unternehmen rund acht Kilometer Glasfaser verlegen und zehn Verteiler aufstellen beziehungsweise mit moderner Technik ausstatten. Sie bekommen sozusagen kleine Computer eingebaut. Das zusammen sorgt dafür, dass das maximale Tempo beim Herunterladen auf 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s steigt. Damit sei es möglich, gleichzeitig zu surfen, zu telefonieren und Fernsehen zu schauen. Bänder sieht es aber auch aus dem Blickwinkel der Firmen, die auf den Internetausbau gedrängt haben, und der Touristen, die den Service in Hotels oder Pensionen auch bei ihrem Besuch vor Ort erwarten. Deshalb sei man froh, das die Erdarbeiten seit November 2018 laufen. Die Stadt habe dafür bei  den beantragten Bauverfahren auf schnellen Service gesetzt.

Bad Muskauer in Köbeln, auf dem Weinbergweg im Ortsteil Berg oder am Ortseingang Bautzener Straße müssen sich allerdings noch in Geduld üben. Ihre Häuser gehören zu den sogenannten weißen Flecken beim Internet, die im Auftrag des Landkreises abgearbeitet werden. Der Kreistag hatte Ende Januar den Vergabebeschluss dazu gefasst. Auch die Deutsche Telekom AG bekam den Zuschlag. Die Volumen abzuarbeiten, werde vor allem an der Kapazität der Tiefbaufirmen liegen. 80 Prozent der vorhandenen Anbieter habe man bereits gebunden.