Brand bei Weißwasser
: Riesige Rauchwolke durch Feuer im Tagebau Nochten

UPDATE, 13.46 Uhr: Eine dunkle Rauchwolke zieht über die Stadt Weißwasser. Ursprung ist der Tagebau Nochten. Zwei Menschen müssen ins Krankenhaus. Das war passiert.
Von
Regina Weiß
Weißwasser
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Wenn Gummi brennt, dann gibt es auch eine große Rauchwolke. Diese zieht vom Tagebau  in Richtung Stadt Weißwasser.

Eine große Rauchwolke zieht vom Tagebau in Richtung Stadt Weißwasser.

Andreas Hanl
  • Eine dunkle Rauchwolke über Weißwasser sorgte am Montagmorgen (12. Januar 2026) für Aufsehen.
  • Ursache war ein Brand im Tagebau Nochten, bei dem ein Gurtband am Absetzer 1102 Feuer fing.
  • Feuerwehren aus Weißwasser, Boxberg, Kringelsdorf, Nochten und Bad Muskau waren im Einsatz.
  • Zwei Leag-Mitarbeiter wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt; keine weiteren Verletzten.
  • Die Lage ist unter Kontrolle, Restlöscharbeiten wurden kurz nach 9 Uhr durchgeführt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Schnee sorgt dafür, dass alles heller erscheint. So auch am Montagmorgen (12. Januar 2026) in Weißwasser. Umso mehr fällt kurz nach 8 Uhr eine Wolke über der Stadt auf. Ziemlich dunkel sieht sie aus, was sich da über den Häusern ausbreitet. Brennt es im Stadtgebiet?

Ja, es brennt, aber nicht in der Stadt. Die Wolke kommt aus Richtung Tagebaukante, bestätigt die Polizeidirektion Görlitz. Kurz nach 8 Uhr sei eine entsprechende Meldung eingegangen. Laut Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst in Hoyerswerda befindet sich der Brandherd auf dem Gelände der Leag. Neben der eigenen Werksfeuerwehr sind die Feuerwehren Weißwasser, Boxberg, Kringelsdorf, Nochten und Bad Muskau alarmiert worden.

„Am Absetzer 1102 im Tagebau Nochten ist heute Morgen ein Gurtband in Brand geraten, Werkfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren der Umgebung sind im Einsatz“, bestätigt Kathi Gerstner von der Pressestelle der Leag. Der Absetzer verteilt den Abraum über einen 120 Meter langen Ausleger auf der Kippe

Zwei Leag-Mitarbeiter werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt, weitere Personenschäden sind nicht bekannt. Die Leag geht davon aus, dass die Mitarbeiter am Dienstag das Krankenhaus verlassen können.

Glutnester am Gummi in Nochten

„Wir sind den Feuerwehrleuten wirklich sehr dankbar, dass sie Schlimmeres verhindern konnten“, so Leag-Sprecher Thoralf Schirmer. Weil die Restablöschung sich mehrere Stunden hinzieht – es gibt immer mal wieder Glutnester am Gummiband und es werden Anlagenteile kontrolliert –, kann derzeit noch nichts zur Ursache und der Höhe der Schäden gesagt werden.

Der Absetzer steht derzeit. Das war übrigens auch für die nächste Zeit geplant. „Für ihn war eine Instandsetzung vorgesehen“, so Schirmer. Die Kohleförderung aus dem Tagebau Nochten ist von dem Brand nicht betroffen.