Brand bei Mühlrose: Wind wirkt wie ein Brandbeschleuniger

Vom Ödland wanderte das Feuer in Mühlrose getrieben durch den Wind in eine Schonung. Die Feuerwehren setzen zum massiven Löschangriff an.
Andreas Pudel/FeuerwehrMehr denn je gucken die Feuerwehrleute im Altkreis Weißwasser auf die Wetter-Apps und auf den Wetterbericht. Langanhaltender Regen ist der Wunsch des Tages. „Doch der wird ja leider jeden Tag verschoben“, kommentiert Gerd Preußing, stellvertretender Kreisbrandmeister, die aktuelle Situation.
Wie brenzlig es wirklich ist im Lausitzer Wald, hat sich am Donnerstagnachmittag, 5. September 2024, gezeigt. Aus der Umgebung vom Umsiedlungsort Alt-Mühlrose war ein Ödlandbrand gemeldet worden. Zu dem Zeitpunkt herrschte die höchste Waldbrandwarnstufe fünf und starker Wind. Gerade der wirkte im aktuellen Fall wie ein Brandbeschleuniger.
Gemeindefeuerwehr Schleife rückt aus
Alarmiert wurde die gesamte Gemeindefeuerwehr Schleife. Neben den Fahrzeugen aus Schleife, Rohne und Mulkwitz rückte die Leag-Werkfeuerwehr, die Führungsgruppe Nord sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister aus. „Als wir ankamen, war das Feuer schon in eine Schonung gewandert“, so Preußing. Die Flammen gingen hoch. Durch Funkenflug hatte der Brand auch bereits einen Graben überwunden. Höchste Eile war also geboten.
Wie die Gemeindefeuerwehr Schleife auf ihrer Instagramseite meldet, konnte der Brand durch einen massiven Löschangriff erst gestoppt und dann gelöscht werden. Danach waren Restlöscharbeiten noch erforderlich. Insgesamt war eine Fläche von rund 5000 Quadratmetern betroffen.
Insgesamt dauerte der Einsatz der Kameraden mehr als vier Stunden. Gegen 18.30 Uhr konnten sie zusammenpacken.
In dem Zusammenhang machen die Feuerwehren der Region auf die hohe Waldbrandgefahr in den staubtrockenen Lausitzer Wäldern aufmerksam. Über das Wochenende bis zum Sonntag, 8. September, gilt laut Forstbehörde des Landkreises Görlitz die zweithöchste Waldbrandwarnstufe vier.

