Auf der Flucht vor der Polizei ist ein mutmaßlicher Autodieb in Podrosche (Gemeinde Krauschwitz, Landkreis Görlitz) von einer Brücke etwa acht Meter in die Tiefe gesprungen. Beamte der gemeinsamen Streifengruppe von Bundespolizei und Zoll wollten am Dienstagmorgen, 12. März, kurz nach 6 Uhr auf der S 127 einen Mercedes Sprinter mit Berliner Kennzeichen kontrollieren. Als der Fahrzeugführer den Streifenwagen hinter sich bemerkte, gab er Gas und raste über die Daubitzer Straße in Richtung Bundesgrenze, wie die Bundespolizei mitteilt.

Der Flüchtende aber hatte seine Rechnung ohne die zweite Streife gemacht, die auf der Grenzbrücke mit einem Nagelgurt auf ihn wartete. Schließlich kam der Wagen kurz nach Überfahren des Gurtes mit defekten Reifen zum Stehen. Der 36-jährige Täter verließ fluchtartig das Fahrzeug und entzog sich dem Zugriff der Beamten mit einem Sprung über das Brückengeländer.

Die Ordnungshüter fanden den schwerverletzten Mann anschließend unterhalb der Neißebrücke. Die Beamten verständigten umgehend den Rettungsdienst. Später wurde der Schwerverletzte mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Der Diebstahl des noch nicht einmal drei Jahre alten Sprinters ereignete sich in Berlin. Nach Übernahme des sichergestellten Transporters durch die Polizei in Weißwasser wird die Soko Kfz. die weiteren Ermittlungen führen.