Bei einer 70-Jährigen in Reichwalde hat sich vor wenigen Tagen ihre vermeintliche Bekannte Doris gemeldet. Doris sei gerade in Weißwasser unterwegs und würde gleich mit Kuchen vor der Tür stehen. Bei der Gelegenheit hätte sie gerne 30.000 Euro für einen kurzfristigen Hauskauf. So viel habe die Senioren jedoch nicht, wie sie der Anruferin erklärte. Die wiederum hakte weiter nach, wollte wissen, wie viel Geld im Haus sei, wie viel auf dem Konto und ob es Schmuck gäbe. Die Angerufene wurde stutzig, legte auf und rief die Polizei.

Betroffene Senioren aus Weißwasser melden sich

Auch die Rundschau hat über diesen Fall berichtet. Nach der Veröffentlichung meldeten sich weitere Betroffene. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
So erhielt eine 86-Jährige in Weißwasser einen Anruf von einer Unbekannten, die sich als Verwandte Angelika ausgab. Die sei angeblich in Cottbus unterwegs, wollte spontan vorbeikommen und Backwerk mitbringen. Als nächstes kam die Bitte nach 20.000 Euro – für eine größere Anschaffung. Es wurde ein Geldinstitut als Treffpunkt für die Übergabe vereinbart. Dass es dazu nicht kam, lag ausgerechnet an Bauarbeiten vor dem Gebäude: Die Angerufene dachte, die Bank habe geschlossen.
Einen Tag später erging es einer Frau in Weißwasser ähnlich. Auch sie erhielt einen Anruf. Eine Frau gab sich als ihre Cousine aus, die gerade in Cottbus sei. Die Angerufene merkte, dass etwas nicht stimmte. Das Gespräch war schnell beendet.

Keine persönlichen Daten am Telefon preisgeben

Die Polizei warnt eindringlich: „Achten Sie darauf, dass Sie am Telefon weder persönliche Daten, noch Angaben über Ihre Besitztümer machen“, so ein Polizeisprecher. Die Polizei rät, sich zunächst an Angehörige zu wenden, bevor auf diese Anfragen reagiert wird.