Betrug im Kreis Görlitz: Die neueste Masche bei Fake-Anrufen der Sparkasse

Wieder gibt es im Landkreis Görlitz eine neue Masche, mit der Betrüger am Telefon agieren.
Peter WeißTelefonbetrug ist bundesweit zu einem weit verbreiteten Kriminalitätsphänomen mit oft dramatischen Folgen geworden.
Seit Jahren zeigt sich auch in Sachsen eine stetig zunehmende Serie von Telefon-Betrugsstraftaten, die den Phänomenen Enkeltrick, Schockanruf, falscher Amtsträger – bekannt als falscher Polizist – und falsche Gewinnversprechen zuzurechnen sind.
Sparkasse macht auf neue Betrugsmasche aufmerksam
Doch trotz ellenlanger Warnungen von Polizei und Verbraucherschützern fallen immer wieder Menschen auf solche Versuche herein, auch im Landkreis Görlitz.
Das sicherlich auch deshalb, weil sich Betrüger immer wieder neue Maschen ausdenken. Wenn es um möglichst viele Euros geht, stehen oft die Geldinstitute im Fokus. Auf einen neuen Dreh macht nun die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien aufmerksam.
Im Moment erhält das Geldinstitut, das im Landkreis Görlitz 27 Filialen betreibt, viele Rückmeldungen, dass sich Betrüger als Sparkassensicherheitszentrale ausgeben, um an die Online-Banking-Zugangsdaten zu kommen. „Eine im Telefondisplay angezeigte Rufnummer ist keine sichere Möglichkeit, den Anrufer eindeutig zu identifizieren, da Kriminelle Telefonanschlüsse so manipulieren können, dass beim Angerufenen eine andere Telefonnummer angezeigt wird“, warnt André Thronicker, Leiter Direktbanking.
Betrug im Kreis Görlitz: keine persönlichen Daten angeben
Mit Blick auf die neue Masche heißt es noch einmal nachdrücklich: Der Kunde sollte niemals PIN-Nummer oder Online-Banking-Zugangsdaten herausgeben. „Nach dieser würde eine Bank niemals fragen“, fasst Silvio Sitte, Leiter Direktfiliale zusammen.
Die Bankleute raten also, sofort aufzulegen oder einen Termin in der Filiale vorzuschlagen, wenn dem Angerufenen etwas komisch vorkomme. „Werden Sie auch misstrauisch, wenn in diesem Zusammenhang ein pushTAN Zugang eingerichtet werden soll, eine Karte digitalisiert oder angebliche Rückbuchungen sowie Umbuchungen vorgenommen werden müssen.“
Sparkasse weist auf Betrug mit Phishing-Mails hin
Die Sparkasse macht auf der eigenen Website unter spk-on.de/sicherheit immer wieder auf Betrugsmaschen aufmerksam. Zuletzt waren auch sogenannte Phishing-Mails verschickt worden. Das sind betrügerische Mails, den den Namen der Sparkasse verwenden. Die E-Mails hatten die Betreffzeile „2024 Wichtige Aktualisierung erforderlich für S-ID-Check App!“. So sollten die Kunden zum Aufrufen einer betrügerischen Web-Seite bewegt werden.

