In Weißwasser sollen in den kommenden Monaten Hundert neue Behördenarbeitsplätze entstehen. Das hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstagvormittag in Berlin verkündet. Demnach soll in Weißwasser eine Außenstelle des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) entstehen. Nach der Neuansiedlung in der sächsischen Lausitz soll die Behörde in Bundesamt für Wirtschaft, Energie und Ausfuhrkontrolle umbenannt werden. Laut Thomas Jurk, SPD-Bundestagsabgeordneter aus dem Landkreis Görlitz, sollen diese Arbeitsplätze unter anderem für die Bearbeitung von Förderanträgen zur Umstellung von Heizungsanlagen geschaffen werden. Außerdem soll hier auch das Anpassungsgeld für ehemalige Bergleute, die wegen des Kohleausstiegs ihren Arbeitsplatz verlieren, bearbeitet und ausgezahlt werden. Jurk: „Im ersten Schritt sind 100 Arbeitsplätze geplant.“ Altmaier sprach von insgesamt 150 Jobs, die in Weißwasser entstehen sollen. Der Startschuss für die Behördenaußenstelle soll bereits am 1. März 2020 fallen. Deshalb werde es laut Jurk bereits vor Weihnachten die ersten Stellenausschreibungen geben. Die Ansiedlung soll insgesamt 11,5 Millionen Euro kosten.

Derzeit prüfen Land und Bund, ob die in Weißwasser angedachte Immobilie die Voraussetzungen für die Ansiedlung erfüllt. Nach Rundschau-Informationen soll es sich dabei um das Sparkassen-Gebäude handeln.

Die Ansiedlung ist Teil des Strukturwandelpaketes der Bundesregierung. Laut Altmaier will der Bund insgesamt 5000 neue Arbeitsplätze in Braunkohleregionen schaffen.

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