Bärwalder See: Segeln für Kinder – Kosten und Voraussetzungen

Auch Segelchamps sind nicht vom Himmel gefallen, sondern haben jung angefangen. So wie diese Kinder beim Segelcamp am Bärwalder See.
Frank MierschDas Einstiegsmodell für den Bärwalder See könnte man durchaus als quadratisch-praktisch gut bezeichnen. Von der Ferne sieht der Opti nämlich so aus.
Dabei handelt es sich bei der Optimisten-Jolle um ein kleines und leichtes Boot für Kinder und Jugendliche bis etwa 15 Jahre. Es ist weltweit die Einstiegsklasse für das Segeln, egal, ob nun am Bärwalder See oder am Mittelmeer. Gerade waren die Segelboote, des Lausitzer Segelclubs Bärwalder See besonders gefordert, kann Vereinschef Frank Miersch stolz mitteilen.
Das 7. Kinder-Segelcamp ist auf Sachsens größtem See erfolgreich durchgeführt worden. Auch in diesem Jahr war es der Höhepunkt in der Kinder- und Jugendarbeit des Vereins.
Der hat 2015 sein Heimstatt am Bärwalder See eingeweiht, zwei Jahre später wurde bereits das erste Camp durchgeführt und es hat sich seitdem zur Erfolgsgeschichte entwickelt. Die 20 Teilnehmer jedenfalls zeigten sich begeistert.
In welchem Alter sollte man anfangen, wenn man die Segeleinmaleins erlernen möchte? Frank Miersch nennt das Alter von neun Jahren. Versuche mit jüngeren Kindern seien insofern schwierig, wo doch einige Voraussetzungen erfüllt sein sollten. „Da nenne ich als Erstes die Liebe zum Wasser und zur Natur“, erklärt der Vereinschef im Gespräch mit LR.de. Zweitens und nicht ganz unwichtig ist, dass die Mädchen und Jungen schwimmen können müssen.
Angst und Bange machen vor dem Bärwalder See gilt nicht
Schritt für Schritt werden die Mädchen und Jungen an den Sport herangeführt. Theorie und Praxis seien gleichermaßen wichtig, um auch in schwierigen Situationen richtig reagieren zu können. Schließlich kann der Bärwalder See, was seine Wellen angeht, beim richtigen Wind wahrlich aufbrausend sein. Doch Angst und Bange machen gilt nicht.
Es muss eben alles richtig sitzen. Beim Feriencamp ist das insofern der Vorteil, konnte das ganze Programm fast eine ganze Woche lang kompakt geübt werden. Im kurz gehaltenen theoretischen Teil wurden Bootskunde, Handlungsabläufe beim Wenden, Knotenkunde, Segelkurse mit den entsprechenden Ruder- und Baumbewegungen vermittelt.
Im folgenden praktischen Teil wurde dies dann auf dem Wasser in verschiedenen Gruppen einzeln und zusammen geübt. Es folgten Schleppübungen zum Steuern des Bootes, Segeln von Wende und Halse, verschiedene Sitz-, Ruder-, Schwert- und Segelpositionen sowie das Fahren von Dreieck-Kursen und das Kenter-Training.
Die Fortgeschrittenen segelten dann im offenen Gewässer bis zur Seemitte bei teils straffem Wind. Nach der Mittagspause war Zeit für gemeinsame Aktivitäten der Kinder und dann die zweite Trainingseinheit auf See. Jeder wurde nach seinem Kenntnisstand abgeholt, egal, ob Anfänger ohne Vorkenntnisse, Anfänger mit Segler-Erfahrung und Fortgeschrittene.
Im Anschluss fand jeweils das beliebte „Banane fahren“ statt, berichtet Frank Miersch. Dabei zieht ein 140 PS starkes Motorboot das als Banane genannte Sportgerät, auf dem sechs Kinder beziehungsweise Jugendliche Platz haben. Was meist wie ein Mordsgaudi wirkt, hat aber auch sein Gutes: Denn so werden Ausdauer, Schnelligkeit, Kondition und Reaktion trainiert.
Froh ist der Vereinschef, dass sich wieder Helfer, Trainer und Betreuer gefunden haben, die das Camp abgesichert haben. Nur so sei es quantitativ und qualitativ durchführbar.

Auch der Segelnachwuchs legt sich beim Camp auf dem Bärwalder See schon ordentlich ins Zeug.
Frank MierschKosten für das Segeln
Wer nun am Bärwalder See als Kind oder Jugendlicher das Segeln lernen möchte, muss nicht bis zum nächsten Camp warten. „Wir bieten auch Schnuppertraining an“, so Frank Mierisch. Dafür sollte man sich einfach beim Verein melden. Das ist vielleicht insofern von Vorteil, weil es für das Segelcamp 2025 schon eine Warteliste gibt.
Doch geht dieses Hobby gerade für Kinder und Jugendliche sehr ins Geld? Das muss der Vereinschef verneinen. „Wir haben wirklich einen geringfügigen Jahresbetrag“, so Miersch. Dafür lasse man sich aber auch einiges einfallen. So hat in der Schwimmhalle Bautzen auch ein Wintertraining gegeben. Nicht zuletzt stellt der Verein für den Segelnachwuchs seine eigenen Boote.
Anmeldung für Schnupperstunde
Wer im Hafen Klitten eine Schnupperstunde machen will und so ausprobieren möchte, ob das Segeln etwas für sein Kind ist, der sollte sich beim Lausitzer Segelclub anmelden.
Das geht über die Handynummer vom Vorsitzenden 0162/5711689 oder unter E-Mail: kontakt@lsc-baerwalder.de



