Von Regina Weiß

Dem Birnkrug sieht man sein Alter nicht an. Über 300 Jahre zählt er. Was einst in der Region getöpfert und gebrannt worden ist, stammt aus dem Jahr 1688 und ist in einem Top-Zustand. Darüber freuen sich Regina Barufke von der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau und Helga Heinze, Kuratorin der derzeitigen Sonderausstellung im Muskauer Schloss wie Bolle. Dieses Exponat sowie ein Walzenkrug aus dem Jahr 1670 wurden erst vor wenigen Tagen von einem privaten Leihgeber erworben und sind nun Zuwachs für die Ausstellung. „Muskauer Steinzeug vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart“. Die Exposition ist seit Mitte August zu sehen und erfreut sich großer Beliebtheit. 6240 Gäste haben sie bis dato besichtigt. Jüngst erst Mitglieder von Vereinen, der Stadtverwaltung und dem Stadtrat. „Sie kamen ins Staunen über die interessante Geschichte ihrer Heimatstadt“, erklärt Regina Barufke. Aber nicht nur das. Wilfried Roy aus Bad Muskau steuert nun eine kleine Vogelpfeife für die Ausstellung bei. Diese wurden als Spielgeräte von den Töpfern hergestellt. Vorher hatte der Bad Muskauer Wolfgang Stupka ebenfalls weitere Teile beigesteuert.

Hinzu kommt, das die Städtischen Museen Zittau, die bereits mit Leihgaben in Bad Muskau vertreten sind, noch einmal ihren Fundus durchforstet haben und der Parkstadt weitere Objekte beisteuern können. So ist der Bestand der Ausstellung bereits auf 677 angewachsen und dabei wird nicht jede Scherbe mitgezählt.

Am Sonntag, 27. Oktober, gibt es ab 16 Uhr eine öffentliche Führung durch Muskaus Steinzeuggeschichte. Der Eintritt beträgt vier Euro (ermäßigt zwei Euro) zuzüglich Führungsgebühr von drei beziehunsgsweise 1,50 Euro.

Aufgrund des großen Zuspruchs wird derzeit geprüft, ob eine Verlängerung der Ausstellung möglich ist. Von einer Vielzahl der 50 Leihgeber liegt bereits eine Zusage vor. Geplant ist die Ausstellung vorerst bis zum Jahresende.