(pm/rw) Neun Schwarzarbeiter hat die BundespolizeiinspektionLudwigsdorf an einem Tag festgestellt. In allen Fällen hat es sich um Ukrainer gehandelt, die auf der Heimreise waren, meldet Pressersprecher Ralf Zumbrägel.

Acht ukrainische Männer zwischen 19 und 23 Jahren waren am Dienstag in einem Kleinbus unterwegs, als sie auf dem Parkplatz an der Neiße in Höhe Ludwigsdorf kontrolliert wurden.Das versäumte Beantragen zwingend erforderlicher Visa wurde den acht jungen Männern allerdings zum Verhängnis. Die Bundespolizisten fanden dabei eindeutige Hinweise, die auf eine unerlaubte Erwerbstätigkeit in Deutschland hindeuteten. Zeichen waren die mitgeführte Kleidung, Lohnabrechnungen und vergleichsweise hohe Bargeldbeträge. Ihren bei Erntearbeiten in der Nähe von Leipzig somit illegal erlangten Arbeitslohn beschlagnahmten die Beamten. Im Einzelfall waren es Beträge zwischen 1000 Euro und 1900 Euro – insgesamt 10 600 Euro.

Mit der Aufnahme einer Beschäftigung hätten die Ukrainer einen entsprechenden Aufenthaltstitel benötigt. So aber sind sie unerlaubt ins Bundesgebiet eingereist und hatten sich auch unerlaubt aufgehalten. Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz sind die strafrechtliche Folge, teilt die Bundespolizei mit. Aufgrund der detaillierten Aussagen wurden auch gegen den in Deutschland ansässigen Arbeitgeber Ermittlungen eingeleitet.

In einem zweiten Fall nahe Kodersdorf wurde ein 45-jähriger Mann auf dem Rückweg von München nach Kiew gestoppt. Er hatte seit Mai 2019 auf mehreren Baustellen in der bayerischen Landeshauptstadt gearbeitet. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise, des unerlaubten Aufenthaltes und des Verstoßes gegen das Sozialgesetzbuch eingeleitet. Außerdem wurden 6000 Euro illegal erlangter Arbeitslohn eingezogen.

Die zuständige Ausländerbehörde entscheidet über eine mögliche Ausweisung und eine damit einhergehende Einreisesperre. Gegen den Arbeitsvermittler des 45-Jährigen wurden strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen.