In den Monaten März bis Mai sind im Bezirk Bautzen der Arbeitsagentur 6430 Anzeigen über Kurzarbeit geprüft worden. das teilt Pressesprecherin Dana Kostroa mit. Dabei entfallen 3457 geprüfte Anzeigen auf den Landkreis Bautzen und 2973 auf den Kreis Görlitz. Hinter dieser Vielzahl an Anzeigen stehen 69 731 Arbeitnehmer. Dabei gelte es jedoch zu beachten: Erst, wenn im Betrieb tatsächlich kurzgearbeitet wird, kann der Betrieb innerhalb von drei Monaten die erforderliche Abrechnungsliste einreichen. Erst danach liegen endgültige Daten dazu vor, wie viele Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, in welcher Branche dies war und wie groß der Arbeitsausfall war.

Zahl der Arbeitslosen in Ostsachsen steigt wegen Corona

Im Agenturbezirk Bautzen war in allen Regionen im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Zunahme an Arbeitslosen zu verzeichnen. Vergleichsweise günstig war die Veränderung in Hoyerswerda. Dort stieg der Bestand gegenüber dem Vorjahresmonat um drei Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Niesky mit einer Zunahme von 19 Prozent. In Weißwasser gibt es ein Plus von 13,7 Prozent. Für den Landkreis Görlitz weiß die Agentur 14 422 Arbeitssuchende aus, für den Landkreis Bautzen sind es 11 896.
Für die Geschäftsführerin der Deutschen Gewerkschaftsbundes, Region Ostsachsen, Dana Dubil kommentiert das wie folgt: „Die Corona-Pandemie hat im Mai zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Die aktu-ellen Zahlen zeigen aber auch, dass das Instrument Kurzarbeit wirkt. Ohne Kurzarbeit hätten wir in Sachsen eine dramatische Situation und ich bin froh, dass der Damm Kurzarbeit hält“.
Sie fordert die sächsische Landesregierung auf, auf Investitionen in zukunftsfähige Branchen und Technologien setzen, mit denen der sozialökologische und digitale Wandel gelingt.