Anschlag bei Weißwasser: Sabotageverdacht in Sachsen, Sprengvorrichtungen entdeckt

Die Anschlagsserie gegen die Stromversorgung ist in Sachsen angekommen. An zwei Umspannwerken im Landkreis Görlitz wurden Spreng- oder Brandvorrichtungen entdekct
Christian Essler / xcitepress- In Sachsen wurden an zwei Umspannwerken bei Weißwasser Spreng- oder Brandvorrichtungen entdeckt.
- Die Polizei bestätigte einen laufenden Großeinsatz – nähere Angaben blieben aus.
- Beide Anlagen liegen an der Grenze zu Brandenburg im Lausitzer Tagebaugebiet nahe Boxberg.
- Zuvor gab es im Landkreis Spree-Neiße einen Einsatz wegen mutmaßlicher Sabotage an der Stromversorgung.
- Am Umspannwerk Turnow-Preilack wurden Schäden festgestellt, wohl durch raketenähnliche Vorrichtungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
An zwei Umspannwerken im Landkreis Görlitz wurden am Freitag (4. September) Spreng- oder Brandvorrichtungen an Freileitungen entdeckt. Nach Informationen der „Bild“ sollten dort Anschläge verübt werden. Die Polizei bestätigte lediglich einen laufenden Einsatz. „Aus polizeitaktischen Gründen können wir uns dazu nicht äußern“, sagte Sprecherin Anja Leuschner. Einsatzkräfte suchten die Umgebung ab.
Beide Anlagen liegen direkt an der Grenze zu Brandenburg im Lausitzer Tagebaugebiet, wo die Leag Braunkohle fördert und in den Kraftwerken Jänschwalde und Boxberg verstromt. Die Tatorte liegen nahe dem Standort Boxberg (Landkreis Görlitz).
Bereits in der Nacht zu Freitag soll es im Landkreis Spree-Neiße einen weiteren Einsatz wegen mutmaßlich geplanter Sabotage am Umspannwerk Graustein gegeben haben.
Am 2. September waren am rund 50 Kilometer entfernten Umspannwerk Turnow-Preilack bei Jänschwalde Schäden an Freileitungen festgestellt worden. Dort kamen raketenähnliche Sprengvorrichtungen zum Einsatz, die beim Einschlag in Hochspannungsleitungen offenbar Kurzschlüsse auslösen sollten.

