(pm/rw) Der Ausbau des Truppenübungsplatzes Oberlausitz stößt bei den Linken in der Oberlausitz auf Kritik. Dieses Jahr waren schon regelmäßig Militärkonvois auf der A4 unterwegs und es fanden auch wieder internationale Militärübungen auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz statt. Erst Ende Mai/Anfang Juni gab es eine letzte große Übung, heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb ruft die Partei am Freitag, 26. Juli, zu einer öffentlichen Friedensaktion auf.
 Die Linke in der Oberlausitz stellt sich klar gegen diese Politik der Konfrontation und der weiteren Militarisierung in Deutschland. „Das Geld, mit dem der Verteidigungshaushalt aufgestockt wurde und auch die Mittel, die in einen möglichen Ausbau des Truppenübungsplatzes Oberlausitz gesteckt wird, wird an vielen anderen Stellen dringend gebraucht. Viel sinnvoller wäre eine deutliche Aufstockung in der Bildungspolitik, mehr Investitionen in die regionale Infrastruktur, wie zum Beispiel bessere Zugverbindungen und ein Ausbau des Nahverkehrs oder auch Förderung von Forschung und neuen Wirtschaftsbetrieben als Alternative zur Braunkohle wären für unsere Region viel besser. Wir wollen die Oberlausitz nicht weiter militarisieren, deshalb lehnen wir auch ganz klar eine Ansiedlung von aktiven Kampfverbänden ab.“ so Mathias Fröck, stellvertretender Kreisvorsitzender der Linken.
Heike Krahl, Mitglied im Kreisvorstand der Linken, ergänzt dazu: „Es ist kein Geheimnis, dass die Übungen nicht nur auf defensive Verteidigungspolitik ausgerichtet sind. Damit liegt ein wichtiger Punkt der Militarisierung der Außenpolitik mitten in der Oberlausitz. Dies kann uns nicht unberüht lassen. Wir sagen dabei deutlich: Nein zum Krieg heißt auch nein zu Kriegsvorbereitungen. Waffen sind keine Friedensstifter und Armeen auch keine Aufbauhelfer und können aus unserer Sicht nicht die Lösung für die Probleme des Strukturwandels sein.“

Deshalb wird die Linke am Freitag ab 17.30 Uhr auf dem Pendlerparkplatz an der Autobahn A4 Nieder Seifersdorf Straße nach Arnsdorf (Blick Richtung polnische Grenze) gegen die weitere Militarisierung der Oberlausitz und der Konfrontationspolitik der Nato und Russlands positionieren.

Für Rückfragen und sollten Menschen teilnehmen wollen, aber auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen sein, dann per E-Mail ov.goerlitz@dielinke-goerlitz.de oder per Telefon 03581 403005 kontaktieren.