Afrikanische Schweinepest: Zwei weitere Fälle im Landkreis Görlitz

Zwei ehrenamtliche Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) errichten einen festen Zaun an einer Landstraße nahe der Neiße bei Krauschwitz zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest.
Patrick Pleul, dpaBei der sogenannten Fallwildsuche seien mehrere verendete Wildschweine im Landkreis Görlitz entdeckt worden, teilte das Sächsische Sozialministerium am Sonntag mit. Bei zwei Knochen habe das Friedrich–Loeffler–Institut das ASP–Virus nachgewiesen. Weitere Proben der verendeten Tiere waren negativ.
Tote Wildschweine lagen acht Kilometer vom ersten Fundort weg
Ende Oktober war in der Gemeinde Krauschwitz (Landkreis Görlitz) der erste Fall der Tierseuche in Sachsen nachgewiesen worden. Sofort war eine Sperrzone eingerichtet worden, in der unter anderem nach Fallwild gesucht wird. Damit wollen sich die Behörden einen Überblick verschaffen, wie stark sich die Afrikanische Schweinepest bereits ausgebreitet hat. Der jetzige Fund lag nach Angaben des Ministeriums in der Gemeinde Podrosche etwa acht Kilometer entfernt vom ersten Fall. Aktuell waren nach Angaben des Ministeriums zuletzt elf Suchstaffeln mit über 150 Personen im gefährdeten Gebiet im Landkreis Görlitz im Einsatz.
Staatsministerin Petra Köpping betont: „Wir stehen erst am Anfang des ASP–Ausbruchs. Wir müssen weiter besonnen vorgehen und werden alle eingeleiteten Maßnahmen fortsetzen. Auch am Wochenende läuft die Fallwildsuche im Landkreis Görlitz weiter.“ Voraussichtlich wird Ende kommender Woche das gesamte gefährdete Gebiet abgesucht sein. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild– und Hausschweine aber fast immer tödlich. Hausschweine sind derzeit nicht betroffen.