Vereinsleben: Neuer Spremberger Verein gegen die Einsamkeit

So wie die Cottbuser um Sven Koritkowski wollen auch behinderte Menschen in Spremberg als Verein „mitmischen“.
Julia Siebrecht/ArchivEin junger Spremberger Verein sucht ein Zuhause. „Se mimi“ heißt er. Manuela Höhna ist die Vorsitzende und hat den Verein in der jüngsten Sitzung des Spremberger Bildungs– und Sozialausschusses vorgestellt.
Neuer Spremberger Verein trifft sich regelmäßig
„Se mimi“ steht für selbstbestimmt mitmischen. „Während es für Kinder mit Handikaps inzwischen viele Angebote gibt, hängen Menschen mit Beeinträchtigungen, die zwischen 30 und 60 Jahre alt sind, oft in der Luft. Viele fühlen sich dann sehr einsam. Aus diesem Einsam wollen wir ein Gemeinsam machen“, sagt Manuela Höhna.
Seit 15 Monaten besteht der Verein, 18 bis 20 Mitglieder kommen regelmäßig zu den Treffen am Dienstag und Donnerstag von 16 bis 19 Uhr. „Derzeit treffen wir uns im Bergschlössen“, erzählt die Vorsitzende, „aber wir sind auf der Suche nach einem eigenen Objekt — für unseren Verein und für eine WG, für die sich inzwischen sechs Vereinsmitglieder interessieren.“ Sie kochen gemeinsam, planen Ausflüge und Urlaube, werden kreativ und klinken sich derzeit zum Beispiel in die Keramikmalerei im „Bergschlösschen“ ein.
Neuer Spremberger Verein bekommt Zuspruch im Bildungsausschuss
Von den Mitgliedern des Bildungsausschuss bekam der Verein Zuspruch. „Diese Menschen geraten viel zu selten ins Blickfeld“, sagt Rita Richter (CDU). Damit „Se mimi“ künftig im Rahmen der Förderrichtlinien für Sport, Soziales und Kultur Zuschüsse bei der Stadt beantragen kann, ist der Verein inzwischen im Gespräch mit der Spremberger Gleichstellungsbeauftragten Christina Bieder. Und zwei Objekte, so die Vereinsvorsitzende, haben sie derzeit auch in Aussicht. „Wir müssen nur überlegen, ob wir unseren Favoriten finanziell stemmen können.“
Wer den Verein „Se mimi“ kennen lernen möchte, sollte sich vorher anmelden — Tel. 01520 4936818 oder 0177 8952368.