Spremberger Hunderennen: Mit dem Schlitten durch die Ratsheide

Erhard Feickert ist Hauptorganisator des traditionellen Schlittenhunderennens in Spremberg und hat derzeit noch selbst vier Hunde. Auf dem Foto ist er mit seinem Husky namens Doller. ⇥
Martina ArltWeil der Hund so schön aussah, hat sich Carmen Feickert 1996 einen Husky zum Spazierengehen gekauft. „Da wusste ich noch nicht, was auf uns zu kommt“, sagt sie. Bald stellten Feickerts fest: Ein Husky kann kein Einzelhund bleiben, das sind Rudeltiere. „Sonst jaulen die Hunde den ganzen Tag und haben Langeweile“, sagt sie. Sie kauften sich weitere Hunde. Zu Hoch–Zeiten hatten sie zwölf Tiere. Heute warten im Zwinger Nabou, Nugat, Doller (alle 11) und Bugs (12).
Regelmäßig wird trainiert
Ein Husky habe eine Lebenserwartung zwischen 13 und 16 Jahren. „Auf dem Speiseplan der Huskys steht Spezial–Sport–Trockenfutter und Fleisch–Mix. Wer sich Huskys hält, sollte auf jeden Fall eine große Zwingeranlage haben. Die Hunde brauchen Auslauf“, sagt Erhard Feickert. Im Rudel beschäftigen sie sich auch alleine. Aber zwei– bis dreimal wöchentlich werden die Tiere trainiert. „Ich bin meist an den Wochenenden auf einer Strecke von fast acht Kilometern unterwegs. Täglich sind sie mit den Tieren zwei bis drei Stunden beschäftigt. Das beste Wetter für Huskys ist trockene Luft bei minus fünf Grad Celsius“, so der 59–jährige Erhard Feickert.Feickerts vier Hunde gehen in diesem Jahr wieder mit einem Vierergespann an den Start. Im nächsten Jahr ist es für diese Vierbeiner dann die letzte Saison. Dass am Wochenende, 23. und 24. November, zum 25. Schlittenhunderennen Alaskafeeling in der Spremberger Ratsheide aufkommt, dafür sorgen die 15 Vereinsmitglieder des Lausitzer Sportvereins reinrassiger Schlittenhunde unter Leitung von Erhard Feickert.
Holland startet auch
Auf der Wiese von Achim Scholz treffen sich die Freunde des Schlittenhundesportes. In diesem Jahr sind 75 Teilnehmer aus Deutschland und Holland angemeldet. Aus der Region starten Andreas Pech aus Guben und Erhard Feickert aus Spremberg. Bereits am Freitagabend grillen sie am Lagerfeuer. Samstag kommen alle Teilnehmer zu einem Musherabend in die Ratsheide. Gäste seien da gern willkommen. „Nur sollte, wer als Besucher zum Schlittenhunderennen kommt, den eigenen Hund zu Hause lassen“, so Erhard Feickert. Für das Spremberger Ehepaar ist im Jahr dann Urlaub, wenn sie mit ihrem Auto mit Transportboxen für die Tiere und Wohnwagen auf Tour gehen. Das ist meist die Winterzeit. Die Hunde sind immer dabei. „Unser Urlaub ist meist dort, wo Schnee liegt, und das ist oft in Seiffen. Persönlich sind wir so zu zwölf bis 15 Rennen im Jahr unterwegs. Im Schnee macht das alles noch mehr Spaß, das ist ganz anderes Feeling“, freut sich Carmen Feickert.