Schwarze Pumpe
: Verein sorgt sich um Bestehen des Freibades

Auch nach dem Gespräch mit der Spremberger Bürgermeisterin bleibt es beim Ausfall des Freibadsaison 2020 in Schwarze Pumpe. Doch den Fortbestand des Bades will die Stadt weiter sichern helfen.
Von
Annett Igel-Allzeit
Schwarze Pumpe
Jetzt in der App anhören
  • Matthias Warmo, Vorsitzender vom Förderverein Schwimmbad Schwarze Pumpe, weiß, dass Besucher aus Hoyerswerda und Spremberg das Freibad zu schätzen wissen. Für die Einwohner in Schwarze Pumpe ist es sogar das Kulturzentrum des Ortsteils.

    Matthias Warmo, Vorsitzender vom Förderverein Schwimmbad Schwarze Pumpe, weiß, dass Besucher aus Hoyerswerda und Spremberg das Freibad zu schätzen wissen. Für die Einwohner in Schwarze Pumpe ist es sogar das Kulturzentrum des Ortsteils.

    Archivfoto: Martina Arlt
  • Matthias Warmo ist der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Schwarze Pumpe. ⇥

    Matthias Warmo ist der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Schwarze Pumpe. ⇥

    Annett Igel-Allzeit
1 / 2

Wirtschaftlich und personell kann die Badesaison 2020 im Freibad Schwarze Pumpe nicht abgesichert werden. Zu diesem Schluss kommt der Vorstand des Fördervereins um Matthias Warmo und Sven Remane nach einem Gespräch mit Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos). Den Vorstand hat geärgert, dass sie im Hauptausschuss verkündet hatte, dass durch die Corona–Lage die Freibadsaison im Spremberger Ortsteil ausfällt. „Mit uns war dies vorher so nie abgestimmt worden“, sagt Matthias Warmo.

Eine Beratung hatte der Vereinsvorstand am 28. April mit der Stadt. „Wir haben alle Szenarien besprochen. Offen war da noch, ob und wann die Freibäder landesweit öffnen und welche Hygienevorschriften gelten“, sagt Warmo. Daher sei verabredet worden, dass Frank Kuhlee, Sachgebietsleiter für Sport, Kultur und Jugend, den Verein auf dem Laufenden hält. „Wir wollten uns verantwortungsvoll und konstruktiv im Sinne aller am Entscheidungsprozess beteiligen, mit unseren Mitgliedern vor der Verkündung sprechen.“ Das Freibad ist mehr als ein Bad. „Es ist kulturelles Zentrum für die meisten Vereine und Anwohner im Ort“, sagt Matthias Warmo.

Freibad–Verein schreibt Brief an Sprembergs Bürgermeisterin

Im Brief an die Bürgermeisterin schrieben sie am 27. Mai von ihrer Enttäuschung. Herntier lud sie sofort zum Gespräch ein. Die Vorgaben der Landesregierung für die Öffnung der Freibäder, die es inzwischen gibt, sind hoch: Neben den Abstandsregeln im und außerhalb des Schwimmbeckens können Kinder unter 14 Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen kommen. Die Nutzung der Sanitärbereiche wäre eingeschränkt, eine Reinigungskraft müsste stets da sein. Zwei feste Teams seien zu bilden und abwechselnd zehn Stunden am Tag im Einsatz. Personelle Änderungen der Teams wären unmöglich.

„Trotz Zusage eines Rettungsschwimmers können wir als Verein nicht alle Forderungen erfüllen“, so Warmo. Und die Mitarbeiter der Spremberger Bäderbetriebe können in Schwarze Pumpe den zusätzlichen Bedarf nicht decken, da auch im Freibad Kochsagrund, das zum 15. Juni öffnen soll, mehr Personal gebraucht wird.

Einige Veranstaltungen will der Verein trotzdem durchführen. „Und die Stadt hat uns versichert“, so Warmo, „dass der Fortbestand des Freibades nicht zur Disposition steht.“