Ein Adventskranzwettbewerb gehört zu den Traditionen der Bloischdorfer Museumsscheune. Mit Tannengrün, Holz, Korbweiden, Spielzeug, Papiersternen, Tonfiguren und Sammeltassen wurde in diesem Jahr gewerkelt. „Pünktlich vorm ersten Adventssonntag müssen die Kränze zu uns gebracht werden“, sagt Grit Neumann vom Museumsverein. Gruppen basteln inzwischen gezielt für den Wettbewerb – wie der Kreativ-Strick aus Graustein, der Treff „Blümchenkaffee“, der zur Spremberger Freiwilligenagentur gehört, und der Pinokkiohof aus Bloischdorf. Wer im Dezember das Museum besucht, kann seinen Favoriten wählen.

Auch die achtjährige Lina Lehnik hatte mit Engeln und himmelblauen Weihnachtskugeln eine besondere Idee. „Hier am Rand sind lauter Eiskristalle. Und den Adventskranz mal nicht rund, sondern in ein flaches Kästchen zu bauen, war Mamas Idee“, erzählt Lina. Die Achtjährige war mit ihrem Adventsgesteck aus dem sächsischen Groß Düben gekommen und durfte sich zur Auswertung am vierten Adventssonntag über den 2. Preis in der Kinderwertung freuen. Die zwölfjährige Angelina Lemme aus Cottbus hatte sich Platz 1 gesichert. Bei den Einzelstartern lag die Sprembergerin Astrid Lieschke ganz vorn vor den Bohsdorferinnen Claudia Lehrock und Gertraude Friedich.

Damit das Museumsteam die Stimmen in Ruhe auszählen kann, ist es auch Tradition, dass die Bläser der Landeskirchlichen Gemeinschaft aus Spremberg Weihnachtslieder spielen, zum Mitsingen einladen und Heidrun und Reinhard Röhl (beide Trompete) Geschichten vorlesen. Zum Beispiel von einem dünnen schwarzen Schaf, das das Jesuskind an der Krippe gewärmt haben soll, während sich Maria von den Strapazen bei der Geburt und mit den vielen Gästen einfach mal ein bisschen ausruhen musste.

Der nächste Termin in der Museumsscheune wird der Maskenball am 1. Februar sein. „Ab 19 Uhr erwarten wir die Masken und auch möglichst viele Zuschauer. Die polnische Gruppe aus Babimost, die sich im Vorjahr unseren Ball angeschaut hatte, will diesmal mit Masken kommen“, weiß Grit Neumann. Unterstützt wird die deutsch-polnische Zusammenarbeit zum Maskenball aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Euroregion Spree-Neiße-Bober. Die Band „Elektra 68“ spielt.