(ang)  Bloß die Spur halten. Im Kreisverkehr rechts herum. Den Slalom meistern. Dann mit Schwung weiter und genau an der Haltelinie stehen bleiben. Geschafft.

Mit gelben Sicherheitswesten, bunten Fahrradhelmen und fahrtüchtigen  Rollern haben 40 Kindergartenkinder am Mittwoch im Welzower Verkehrsgarten des Vereins  für Jugendverkehrserziehung beim 12. Rollerfest einen Parcours mit sechs Stationen gemeistert.  Die Vorschulkinder besuchen die evangelische Kita Welzow, die Kita „Spatzennest“ aus Welzow, die Kita „Villa Kunterbunt“ in Drebkau sowie die Kita „Pusteblume“ in Neupetershain.

Als Erste durfte Lucy (5) von der Kita aus Drebkau starten: „Der Slalom war am schwierigsten“, erklärt sie nach dem Parcours.  Klara (5), ebenfalls aus der Drebkauer Kita,  wird bei ihrem Start von ihren Kindergartenfreunden sogar angefeuert. Auch sie meistert die Aufgaben fast fehlerfrei. Der ein Jahr ältere Bodo aus der Kita aus Neupetershain flitzt los. Er absolviert die Stationen nahezu fehlerfrei und zudem in einem rasanten Tempo. „Mir hat der Slalom am meisten Spaß gemacht“, kommentiert er nach seinem Durchlauf.

„Bei dem Parcours geht es jedoch weniger um Schnelligkeit. Vielmehr sollen die Aufgaben genau und sicher ausgeführt werden“, erläutert Thorsten Stange, der Vorsitzende des Jugendverkehrserziehungsvereins.  

Am Ende kann jedes Kind maximal 21 Punkte für sein Kita-Team sammeln. Je präziser und sicherer die Aufgaben ausgeführt werden, umso mehr Punkte erhält  der Rollerfahrer. Laut Thorsten Stange sollte die Verkehrserziehung früh genug beginnen. „Am einfachsten klappt das Heranführen der Verkehrsregeln mit dem Roller. Da sind Kinder anfangs am besten aufgehoben.“ Auf dem Roller werde der Gleichgewichtssinn geschult und Kinder lernen in ihrem Tempo sich sicher im Verkehr zu verhalten. „Wenn sie sich dann auf dem Roller sehr sicher fühlen, klappt der Umstieg auf das Rad noch  besser.“

Auch in den Kitas wird Verkehrserziehung mit in den Alltag eingebaut. „Wir üben die Verkehrsregeln bei Spaziergängen oder auf dem Weg zum Sport fast täglich. Auch Verkehrszeichen werden ab und an besprochen“, erklärt Kita-Leiterin Yvonne Sauer aus Drebkau.  

Ob durch frühzeitiges Verkehrstraining  tatsächlich Unfälle vermieden werden können, können die beiden anwesenden Polizisten statistisch zwar nicht belegen, aber sie begrüßen solche Aktionen. „Es ist besser, den Kindern frühzeitig die Verkehrsregeln nahezubringen, statt sie später verletzt von der Straße holen zu müssen“, sagt Revierleiter Jörg Kraus aus Spremberg.  Auch zwei Johanniter aus Cottbus unterstützen die Aktion, brauchten aber nicht eingreifen:  Das 12. Rollerfest haben alle Kindergartenkinder unfallfrei überstanden. Auch im nächsten Jahr möchte der Verein mit seinen 26 ehrenamtlichen Mitarbeitern wieder ein Rollerfest auf die Beine stellen.