Keimzeit live in Cottbus
: Darum geht die Ostrock-Band wieder auf Tour

Ein besonders eingängiges und melodiöses Album von Keimzeit gilt vielen Fans als Meisterwerk. Mit ihm zementierten sie ihren Ruf als eine der wichtigsten Brandenburger Bands.
Von
Michael Heider
Cottbus
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Kommen am 1. März 2025 für ein Konzert nach Cottbus: die Band Keimzeit

Kommen am 1. März 2025 für ein Konzert nach Cottbus: die Band Keimzeit

Bernd Brundert
  • Keimzeit feiert 30 Jahre "Primeln & Elefanten" und geht ab Januar 2025 auf Tour.
  • Die Tour umfasst 32 Konzerte in Deutschland, Start in Cottbus am 1. März 2025.
  • Das Album gilt als Meisterwerk und vereint verschiedene Musikstile.
  • Keimzeit wurde 1980 in Lütte gegründet und ist eine wichtige Brandenburger Band.
  • Tickets für das Konzert in Cottbus sind online für 41,85 Euro erhältlich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Geht es um Ostrock, ist 2025 ein Jahr der Abschiede und Jubiläen. Pankow etwa treten von der Bühne ab. Karat wiederum feiert 50. Geburtstag. Auch Keimzeit kann getrost in diesen Reigen aufgenommen werden. Doch Fans der Brandenburger Band um Sänger Norbert Leisegang dürfen sich entspannen: Keimzeit zelebriert ebenfalls ein Jubiläum – und das ausgiebig.

Ihr viertes Studioalbum „Primeln & Elefanten“ wird 30. Das ist den Musikern aus Bad Belzig gleich eine ganze Tour wert. Ab Januar spielen sie insgesamt 32 Konzerte in ganz Deutschland. Darunter auch viele in der Region, etwa in Neuruppin (29.3.), Bad Belzig (19.7.), Senftenberg (6.9.), Potsdam (10.10.) sowie Berlin (17. +18.12.). Den Anfang des regionalen Tourabschnitts macht jedoch Cottbus. Am Samstag, dem 1. März 2025, spielen Keimzeit dort eine Show im Bunten Bahnhof.

Keimzeits „Primeln & Elefanten“ gilt vielen als Meisterwerk

Zu hören gibt es dann, klar: „Primeln & Elefanten“. Die 16 Songs des Albums nahm Keimzeit 1994 auf. Ein Jahr später wurde die Platte veröffentlicht. „Für uns war die Arbeit am Album paradiesisch“, erinnert sich Norbert Leisegang in einer Ankündigung zur Tour. „Alles war erlaubt, niemand quatschte der Band rein.“ Heraus kamen gewohnt scharfe Texte und eine musikalische Mischung, die von Blues und Chanson über Jazz und Folk bis zu Walzer oder Latin so einiges in sich vereint.

Vielen Fans von Keimzeit gilt das eingängige und melodiöse Album als Meisterwerk. Mit ihm zementierten sie ihren Ruf als eine der wichtigsten Brandenburger Bands. Den hatte sich die 1980 in Lütte bei Bad Belzig gegründete Formation auf tausenden Konzerten eifrig erspielt. Um sich eine gewisse Unabhängigkeit vom staatlich gelenkten DDR-Musikgeschäft zu bewahren, fanden die Auftritte zumeist auf privaten Feiern und in Dorfkneipen statt. Dem Grad der Verbundenheit mit den eigenen Fans hat dies nicht geschadet. Im Gegenteil. Sie halten Keimzeit bis heute die Treue.

Dorfkneipen haben Norbert Leisegang und Co. mit Hits wie „Kling Klang“ längst hinter sich gelassen. Genauso die Grenzen Brandenburgs, wie der aktuelle Tourplan mit Konzerten in München, Frankfurt am Main, Lübeck und Leipzig unter Beweis stellt. Doch ein bisschen Nostalgie schadet nie. Das weiß die Band genauso gut wie ihre Fans. Besonders, wenn es um ein Album wie „Primeln & Elefanten“ geht.

„Keimzeit: 30 Jahre Primeln & Elefanten“ in Cottbus am Samstag, 1.3.25 im Bunten Bahnhof (Güterzufuhrstrasse 8, 03046 Cottbus). Konzertbeginn ist 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Tickets für die Show sind noch online erhältlich (Stand: 20.12.). Eine Karte kostet 41,85 Euro.