Kalender in Spremberg: Fotos vom Mittelpunkt der Lausitz – das hängt 2025 an der Wand

Laila Wentworth hat für den neuen Kalender „Spremberg Grodk 2025 – Mittelpunkt der Lausitz“ fotografiert.
Annett Igel- Laila Wentworth hat den Kalender "Spremberg Grodk 2025 – Mittelpunkt der Lausitz" fotografiert.
- Der Kalender enthält Fotos von Spremberg, aufgenommen zu verschiedenen Tageszeiten und Perspektiven.
- Besondere Ereignisse wie das Heimatfest und der Brandenburg-Cup der Slalom-Kanuten sind vermerkt.
- Die SKK GmbH unterstützt das Projekt, der Kalender wird rabattiert verkauft.
- Wentworth plant neue Kalender mit Motiven aus dem Umland.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Spremberger haben für das Jahr 2025 einen regionalen Kalender, den sie sich in die Wohnung oder ins Büro hängen können. Laila Wentworth arbeitet in der Stadt- und Touristinformation. Jetzt hat sie aus der Not in ihrem Job eine Tugend gemacht.
Um in Faltblättern, Urlaubermagazinen und auf Internetseiten für Spremberg zu werben, sucht sie oft Fotos, die in die Region locken. Auch nach neuen Postkarten fragen Urlauber und einheimische Sammler regelmäßig. Laila Wentworth hat schon immer gern fotografiert und einen Blick für die Bildgestaltung. Findet sie keine passende Aufnahme von einer Sehenswürdigkeit am Radweg oder bekommt sie die Rechte zur Veröffentlichung nicht, zieht sie selbst mit ihrer Kamera los.
Nicht immer muss das schnell gehen. „Ich kann auch mal auf Stimmungen und ein bestimmtes Licht warten“, sagt sie. Wie ihr das gelingt, zeigt jetzt der Kalender „Spremberg Grodk 2025 – Mittelpunkt der Lausitz“. „Besonders gut lässt sich die Stadt am Morgen fotografieren“, so ihre Erfahrung. Da wandert die Sonne vorm Schloss über den Schwanenteich.
Fotos aus Spremberg: Erinnerung an die Schwäne
Sie hat aber auch ungewöhnliche Blickwinkel gesucht – zwischen Töpferware an der Langen Straße, über eine Holzstiege voller Frühblüher zum Rathausturm und von den Zweigen des Weihnachtsbaums zu den hellen Fenstern im Standesamt. Kraftvoll schwingt einer der Jungschwäne die Flügel, um zu trocknen. „Ich bin froh, die Spremberger im neuen Jahr noch einmal an ihre Schwäne erinnern zu können“, sagt Laila Wentworth. Die Ordnungsbehörde der Stadt hat die Schwanenfamilie 2024 einfangen und wegbringen lassen. Ihre Situation am Schwanenteich war nicht mehr haltbar.
Das Lieblingsbild von Laila Wentworth: die Wilhelmsthaler Brücke. Es war genau die richtige Morgenstunde, um ein neues Aluminium-Bauwerk auf Betonsockeln mit viel Natur zu umgarnen.
Zum Kalendarium haben sich Laila Wentworth, Merry Anger und Manuel Zieran auch Gedanken gemacht. Wichtige Spremberger Termine, die vor dem Druck schon bekannt waren, sind eingetragen. Das Heimatfest, die Filmnächte, der Brandenburg-Cup der Slalom-Kanuten, das 24-Stunden-Schwimmen. „Und Platz für persönliche Termine in den Familien haben wir auch gelassen“, sagt Laila Wentworth.
Touristinformation Spremberg: Geld für neue Produkte
Wandkalender mit Stadtansichten gab es in den vergangenen Jahren immer wieder. Sie rentierten sich jedoch nicht auf Dauer oder gehen nur als Gruß zum Jahreswechsel an ausgewählte Unternehmer und Bürger. Mit der Spremberger Kino- und Kultur (SKK) GmbH als Herausgeber kann der Kalender nun als eins der Produkte in der Stadt- und Touristinformation im Bürgerhaus wieder zur Tradition werden. Die Hälfte der 150 Exemplare war bis zum Dritten Advent 2024 schon verkauft. Zum Jahreswechsel werde nun rabattiert – von zwölf auf zehn Euro. Mit den Einnahmen will die SKK neue Produkte entwickeln. Laila Wentworth denkt schon an den nächsten Kalender: mit mehr Motiven aus dem Umland. Sie nimmt Hinweise zu schönen Ecken in der Stadt entgegen.
Viele Kommunen haben solche Kalender. In Neuhausen/Spree wird seit Jahren ein Fotowettbewerb dafür gestartet – mit Preisträgern und Ausstellung. 112 Fotos waren in diesem Jahr von 27 Fotografen zum Thema „Früchte aus Wäldern der Gemeinde“ eingegangen. Es in den Kalender zu schaffen, ist bei der wachsenden Teilnehmerzahl schwer. Auch ist er so etwas wie eine limitierte Auflage oder „Bückware“ in der DDR – also ganz schnell vergriffen.


