Die Ansiedlung des Unternehmens Altech Industries Germany GmbH im Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) wird jetzt konkreter. Wie es in einer Mitteilung der ASG Spremberg GmbH als Vermarkterin von Gewerbeflächen heißt, will Altech Industries bei einem Vor-Ort-Termin in Schwarze Pumpe am 12. Januar 2022 die bis dato bestehende Option auf den Kauf einer Fläche in einen regulären Kaufvertrag umwandeln. Damit werde das Investitionsvorhaben des australischen Unternehmens im Industriepark Schwarze Pumpe verbindlich.

Altech Industries bekennt sich zur Lausitz

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, bekenne sich der Investor mit dem Kauf der rund 14 Hektar großen Fläche vorzeitig zum Standort in der Lausitz, da der Optionsvertrag ursprünglich bis 25. Juni 2022 gültig war. Würde das Unternehmen die Fläche bis dahin nicht kaufen, ginge das Areal wieder in die freie Vermarktung zurück.
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150 Arbeitsplätze sollen in Schwarze Pumpe geschaffen werden

Das Unternehmen will im Industriepark Schwarze Pumpe Aluminiumoxid produzieren und rund 150 Arbeitsplätze schaffen. Vorgesehen ist demnach zunächst die Errichtung einer Pilotanlage zur Herstellung von Anodengraphit, welches, mit hochreiner Keramik beschichtet, für Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien verwendet wird. Für dieses Werk werde mit Investitionskosten im zweistelligen Millionenbereich gerechnet. Für das eigentliche Aluminiumoxidwerk werden den Angaben zufolge Kosten von bis zu 250 Millionen Euro veranschlagt. Der Gesamtwert der geplanten Anlagen werde bis zu 500 Millionen Euro betragen. Ziel ist es demnach, bis zu 4000 Tonnen hochreines Aluminiumoxid pro Jahr zu produzieren.

Seit Februar 2020 ist Altech Industries ein Thema in der Lausitz

Die Altech Industries Germany GmbH, deutsche Tochter des australischen Unternehmens Altech Chemical, hatte schon im Februar 2020 verkündet, sich im Industriepark Schwarze Pumpe ansiedeln zu wollen. Im Juli 2020 sicherte sich das Unternehmen schließlich mit einem Optionsvertrag die Möglichkeit, die Fläche in der Lausitz irgendwann zu kaufen.
Anschließend war es etwas ruhiger um diese Pläne geworden. Demnach suchte die Firma noch Investoren und Partner für das millionenschwere Vorhaben. Diese Suche scheint nun abgeschlossen zu sein.