Hochachtung vor der Jagd und Jagdhunden haben mehrere Gemeindevertreter in Neuhausen/Spree. Das wurde vorm Beschluss der neuen Hundesteuersatzung deutlich. Grundsätzlich hat Neuhausen/Spree die Hundesteuersatzung stark vereinfacht. Jeder Hund kostet den Halter nun 30 Euro im Jahr. Damit wird es für Halter, die einen Hund haben, zehn Euro teurer. Aber die Staffelung, wie sie in der alten Satzung vom Oktober 2009 mit 40 Euro für den zweiten und 60 Euro für den dritten und jeden weiteren Hund üblich war, fällt weg. Nur bei gefährlichen Hunderassen nach der Hundehalterverordnung des Landes Brandenburg wird es mit 300 Euro spürbar teuer.

Prüfungszeugnis als Nachweis

Auf eine Befreiung von der Hundesteuer dürfen schwerbehinderte Halter hoffen, denen der Hund nachweislich hilft. Befreit von der Steuer sind Diensthunde, Hunde des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerkes oder anderer paritätischer Einrichtungen sowie Melde-, Schutz- und Fährtenhunde sowie Hunde, die die Tierherden in der Landwirtschaft schützen. Für all die Hunde müsste lediglich das Prüfungszeugnis vorgelegt werden. Da Jagdhunde bei der Erfüllung von Jagdaufgaben helfen, schlug Gemeindevertreter Egbert Kosel aus Sergen vor, Jägern und Förstern die Steuerpflicht zu erlassen. Das sieht auch Jörg Gläser, Gemeindevertreter aus Drieschnitz-Kahsel, so. „Da Jagdhunde ebenfalls Prüfungen ablegen müssen, lässt sich das auch leicht prüfen oder nachweisen“, erklärt Gläser. Im Entwurf der Verwaltung war für die Jagdhunde eine Steuerermäßigung um die Hälfte auf 15 Euro geplant.

Tierfreundlich werden sich auch die Pensionen und das Spreecamp weiterhin geben dürfen – steuerfrei bleiben Hunde, die sich nicht länger als zwei Monate in Neuhausen/Spree aufhalten und für die in einer anderen Kommune Hundesteuer gezahlt wird.

Hundesteuer in Spremberg und Welzow

Sprembergs Hundehalter bezahlen für ihren ersten Hund 46 Euro Steuern im Jahr, für jeden weiteren Hund 85 Euro, für einen gefährlichen Hund 270 Euro. In Welzow kann ein gefährlicher Hund für 200 Euro im Jahr gehalten werden. Sonst kostet der erste Hund 35 Euro, der zweite Hund 65 Euro, und ab dem dritten Hund wird eine jährliche Steuer von 101 Euro fällig. Für Jagdhunde wird in beiden Städten eine Steuerermäßigung um die Hälfte gewährt.