Die Ursache des undefinierbaren Geruches, durch den am Freitagabend im Spremberger City Center ein Gas-Alarm ausgelöst worden war, ist unklar. Das bestätigt die Leitstelle Lausitz am Sonnabend. Der Verdacht eines Buttersäure-Anschlages hat sich nicht bestätigt. Das haben Schnelltest der Feuerwehren vor Ort ergeben. Proben werden noch genauer untersucht.

Die Feuerwehr der Stadt Spremberg und der Rettungsdienst waren gegen 20.45 Uhr zum Gebäude am Marktplatz zur „Hilfeleistung Gas“ beordert worden. Ein nicht definierbarer Stoff wurde festgestellt, das Gebäude deshalb evakuiert. Kino-Besucher und Gäste des angrenzenden Hotels wurden im Rathaus betreut.

Sprembergs Marktplatz komplett gesperrt

Augenzeugen hatten vermutet, dass es sich bei dem Stoff vermutlich um Buttersäure handeln könnte. Die Einsatzkräfte sperrten daraufhin den kompletten Marktplatz ab. Die Kriminalpolizei wurde zur Einsatzstelle gerufen.

Bilder Chemie-Alarm in Spremberg

Eine Frau ist ins Krankenhaus gebracht worden. eingeliefert. Die gesundheitlichen Probleme stehen laut Leitstelle Lausitz nicht in ummitelbarem Zusammenhang mit der ominösen Flüssigkeit. Fünf weitere Personen seien vor Ort von Sanitätern versorgt worden, lehnten aber einen Transport in ein Klinikum ab.

Kriminaltechniker untersuchen unbekannte Ampulle

Am Samstagabend hat die Polizei weitere Details zum Fall bekanntgegeben. Laut Sprecherin Ines Filohn wurden im Obergeschoss des City-Centers Reste einer Ampulle gefunden, aus der die übelriechende und reizende Flüssigkeit ausgetreten sei. „Auch unter Hinzuziehung von Spezialisten der Werksfeuerwehr der Leag konnte vor Ort die Substanz nicht analysiert werden. Hierzu, sowie zu dem Tatgeschehen und den bisher unbekannten Tatverdächtigten dauern die Ermittlungen an“, so Ines Filohn.

Der Einsatz hat etwa vier Stunde angedauert.

Der Zugang zum City-Center und das Kino mussten gesperrt werden, da eine Reinigung durch eine Spezialfirma erforderlich geworden war.

Besucher bekommen Kinogutscheine

Am Nachmittag meldeten sich auch die Kinobetreiber via Facebook. „Alle von der Evakuierung betroffenen Kinogäste, können sich bei uns melden und erhalten einen Kinogutschein in der Höhe ihrer Eintrittskarte. Unser Kinobetrieb läuft seit heute Vormittag wieder normal.“