Der Dorfentwicklungsverband „Südliche Niederlausitz“ in Hornow lädt regelmäßig zu Vorträgen ein. Zum Thema „Ausstieg aus der Braunkohle und Strukturwandel in der Lausitz“ kamen jetzt im Februar ehrenamtliche Bürgermeister, Ortsvorsteher und weitere Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Spree-Neiße und Cottbus. „Über 40 Zuhörer: Das war ein neuer Teilnehmerrekord in den zweieinhalb Jahren, in den wir regelmäßig diese Vorträge anbieten“, sagt Eberhard Brünsch, der Vorsitzende des Dorfentwicklungsverbandes.

Konkretere Informationen zum Strukturwandel

Als Redner eingeladen hatte der Dorfentwicklungsverband den Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Schulze (CDU). Und der hatte jede Menge Zahlen und Fakten über den aktuellen Stand des Gesetzesvorhabens mitgebracht und konnte auch über Hintergründe zum Kohleausstieg und zum Strukturwandel informieren. „Beeindruckt hat mich zum Beispiel die Differenz in der Bilanz zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch“, sagt Brünsch, „und 33,16 Millarden Euro wurde 2019 für die Gesamtvergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz aufgewendet. Begonnen hatte das im Jahr 2000 mal mit bescheidenen 883 Millionen Euro.“

Viele seien zum Vortrag gekommen um konkretere Informationen zum Strukturwandel zu bekommen. „Aber diese Erwartungen musste Dr. Schulze bremsen. Er erklärte uns, dass die Bundesregierung und der Bundestag nur die Rahmenbedingungen setzen. Die konkrete Umsetzung aber ist Ländersache.“ Nach einer Stunde Vortrag gab es eine breite Diskussion. Eberhard Müller, ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Malxe-Neißetal, betonte: „Wir müssen uns Gehör verschaffen, auf unsere Probleme und Forderungen aufmerksam machen. Und so wie wir heute zusammengekommen sind, ist das eine gute Ausgangsbasis“, sagt Müller. Er schlug vor, dass der Wirtschaftsminister oder sein Staatssekretär aus dem Potsdamer Wirtschaftsministerium zu einem der nächsten Treffen eingeladen wird.

Nächstes Treffen in Simmersdorf

Das nächste Treffen soll am 18. März, um 18 Uhr im Gemeindezentrum Simmersdorf stattfinden. Thema, so Eberhard Brünsch, wird der Wasserhaushalt sein. „Wir wollen über die braune Spree sprechen, über die Auswirkungen des Bergbauendes auf den Wasserhaushalt und welche Anforderungen da schon heute abzuleiten sind“, sagt Brünsch. Erneut werde Klaus-Peter Schulze über das Thema referieren. Weitere Zuhörer seien willkommen, sagt Brünsch. Wichtig sei nur, sich vorab anzumelden (Handy-Nummer 0171 6245051) – „damit wir auf die Besucherzahl vorbereitet sind.“ Der Dorfentwicklungsverband hält bereits nach größeren Räumen Ausschau.