Demo in Spremberg: Knapp 100 Menschen demonstrieren gegen Rechtsextremisten

Das Bündnis Unteilbar Spremberg (vorn) zeigt Präsenz, während hinten im Bild Anhänger der rechtsextremen Kleinstpartei „Dritter Weg“. eine Versammlung abhalten.
Frank Hammerschmidt/dpa- Bündnis Unteilbar Spremberg demonstriert gegen rechtsextreme Partei „Dritter Weg“.
- Bürgermeisterin Christine Herntier unterstützt die Gegendemonstration persönlich.
- Polizei sichert Versammlungen an zwei Orten ab, Teilnehmerzahlen unbekannt.
- Bündnis kritisiert wachsenden Einfluss von Rechtsextremen auf die Jugend.
- Herntier hatte zuvor mit Brandbrief gegen Rechtsextremismus bundesweit Aufmerksamkeit erregt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Etwa 100 Menschen haben nach einem Aufruf des Bündnisses Unteilbar Spremberg am Samstag (16. August 2025) gegen eine Versammlung der rechtsextremen Kleinstpartei „Dritter Weg“ demonstriert. „Aktuell erleben wir, wie Neonazis und Faschisten ihre völkischen Fantasien in unsere Stadt tragen und vor allem junge Menschen vereinnahmen wollen“, sagte Bündnisleiterin Bianca Broda. „Wir stellen uns dem heute entschieden entgegen.“
Zur Versammlung des „Dritten Wegs“ – deutlich erkennbar durch Schilder und Banner – kamen knapp 50 Menschen. Auch bei der Gegendemo waren Plakate im Einsatz. Auf den bunten Pappen stand etwa „Vielfalt statt Einfalt“ oder „Aufstehen, Hinsehen, Nazis im Weg stehen“.
Nach Brandbrief von Sprembergs Bürgermeisterin
Hintergrund ist ein Brandbrief zum Erstarken des Rechtsextremismus, mit dem die Bürgermeisterin von Spremberg, Christine Herntier, vor etwa vier Wochen bundesweit Aufmerksamkeit erregt hatte. Daher ist es laut Broda wichtig, den Worten auch Taten folgen zu lassen. „In Spremberg war und ist kein Platz für Rechtsextreme“, sagte Broda.
Bürgermeisterin Herntier war bei der Gegendemonstration dabei, für sie eine „Selbstverständlichkeit“, wie sie vor Ort sagte. Sie ergänzte: „Ich sehe das ja auch als erneuten Angriff auf die Stadt Spremberg und da gehört es sich auch als Bürgermeisterin, dass man da Flagge zeigt.“
Breites Meinungsbild in der Stadt Spremberg
Beide Versammlungen fanden an einem zentralen Verkehrspunkt in der Stadt Spremberg statt. Broda berichtete von vielen Sympathisanten, aber auch von einigen, die im Vorbeifahren den Daumen nach unten oder den Mittelfinger gezeigt hätten. „Es wurde wirklich das breite Meinungsbild der Stadt sichtbar.“

Menschen versammeln sich zu einer Demonstration von Unteilbar Spremberg. Sie tragen Plakate mit Aufschriften wie „Spremberg ist bunt“ und „Vielfalt statt Einfalt“. Ein Zeichen gegen eine gleichzeitige Versammlung der rechtsextremen Kleinstpartei „Dritter Weg“.
Frank Hammerschmidt/dpaAngaben der Polizei zufolge gab es keine Auseinandersetzungen, die Demos verliefen lautstark, aber getrennt voneinander. Die Beamten ermitteln nach einer Anzeige, nach der ein Anwohner einen Hitlergruß gezeigt haben soll.
