Mit einem kleinen Aufatmen hat die Arbeitswoche in der Spremberger Kaufland-Filiale begonnen. Nachdem eine Mitarbeiterin dem Unternehmen am 24. März mitgeteilt hatte, dass sie leider an Corona erkrankt sei, gibt es nun mit hoher Wahrscheinlichkeit keine weiteren Fälle im Team. 15 Kollegen waren nach dem Hinweis der Erkrankten nach Hause geschickt worden, nach engem Kontakt über 15 Minuten in der Kategorie I und nach kurzen Kontakten der Kategorie II. Andrea Kübler, die Pressesprecherin des Unternehmens, bestätigte nun am Dienstagnachmittag: „Den 15 Mitarbeitern geht es gut, sie zeigen bisher keine Symptome. Die Mehrheit dieser Kollegen wurden getestet, die Ergebnisse waren alle negativ.“

Dass trotzdem alle 15 vorerst nicht zurückkehren, begründet die Sprecherin mit der hohen Priorität der Sicherheit für Kunden wie Mitarbeiter. „Daher schicken wir in solch einem Fall alle Kontaktpersonen vorsorglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne.“

Spremberger Kaufland kann auf genügend Personal zurückgreifen

Das Personal reiche trotzdem, einige mussten in neue Bereiche wie der Molkerei eingearbeitet werden. Die Arbeit im Lebensmitteleinzelhandel ist derzeit besonders stressig. „Die Einhaltung von Hygienemaßnahmen ist bei uns aber generell geboten“, sagt Andrea Kübler. Aufgrund der Corona-Pandemie seien die regulären Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen noch einmal intensiviert worden.

In der Obst- und Gemüseabteilungen werden die Kunden gebeten, nur die Ware anzufassen, die sie kaufen. Am Backshop stehen neben den Zangen auch Einmalhandschuhe zur Verfügung. Die Brotschneidemaschine steht still. „In Durchsagen erinnern wir unsere Kunden an den Abstand. Und das klappt gut, die meisten Kunden haben das bereits verinnerlicht und halten Abstand“, so die Kaufland-Sprecherin

Kauflandkunden sollen gesamte Öffnungszeit nutzen

Sie hofft, dass die Kunden weiter mitdenken: Denn die Regale würden laufend aufgefüllt, nicht nur vor der Öffnung. „Deshalb sollten die Kunden wirklich die gesamte Öffnungszeit von 7 bis 22 Uhr nutzen und besonders montags, dienstags und mittwochs“, empfiehlt Andrea Kübler. Drei Tage, an denen der Kundenstrom generell geringer ist. Und die Mitarbeiter von Sicherheitsdienst helfen nicht nur am Eingang. „Sie haben ein Auge darauf“, so Andrea Kübler, „dass die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden und weisen zum Beispiel auch auf freie Kassen hin.“

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