1100 Briefe hat die Stadt Spremberg in den Tagen vor Ostern verschickt. Bürger der Altersgruppe der 70- bis 80-Jährigen werden sie im Briefkasten finden. Denn der Landkreis Spree-Neiße hat in Spremberg ein Impfzentrum eingerichtet, das das Cottbuser Zentrum entlasten soll. In der Sporthalle am Puschkinplatz, die sich seit dem 10. März als Testzentrum bewährt, soll nun auch geimpft werden.
Es sind 300 Briefe mehr abgeschickt worden, als es Impfdosen in der ersten Lieferung an das Spremberger Impfzentrum gehen. Die Stadt geht davon aus, dass nicht alle Angeschriebenen geimpft werden wollen, dass einige auf die Impfmöglichkeit beim Hausarzt warten oder schon geimpft sind. Die 800 Erstimpfungen werden vom 14. bis 17. April sowie vom 21. bis 24. April ermöglicht. Wie der Koordinator Peter Reininger vom DRK Kreisverband Niederlausitz mitteilt, werde es sportlich, 100 Impfungen am Tag zu schaffen. „Aber nach den Erfahrungen unserer Sanitäter in den Pflegeheimen ist das das nicht unmöglich“, sagt er. Der Spree-Neiße-Kreis kümmert sich um Impfärzte fürs Zentrum. Die Zweitimpfungen werde Ende Mai/Anfang Juni geplant.

Sprembergs Impf-Hotline hat vier Telefonplätze

Ab dem 6. April können die angeschriebenen Bürger, die sich in Sprembergs Zentrum impfen lassen möchten, melden: telefonisch oder – was die Hotline in der Zentrale in Trattendorf entlasten würde – über die Internetseite. Es wäre gut, wenn es nicht alle gleich am 6. April versuchen“, sagt Reininger. Die Hotline wird von vier Mitarbeitern oder ehrenamtlich Helfern besetzt. Neben dem DRK mit seinen Sanitätern und der Wasserwacht als DRK-Ortsgruppe haben auch die Judoka des KSC Asahi ihre Unterstützung im Telefondienst angeboten.
An den Impftagen wollen die Helfer aus dem Impfzentrum alle zwei Stunden der Zentrale in Trattendorf melden, wenn Impfwillige zum Termin nicht erschienen sind, damit weitere Impfwillige nachrücken können. Es soll abends kein Impfstoff vernichtet werden müssen.
Wer unter den Angeschriebenen seinen Impfausweis nicht findet oder gar keinen besitzt, darf trotzdem kommen. Unbedingt mitzubringen seien aber der Personalausweis oder Reisepass, die Krankenversicherungskarte, die Formulare – ausgefüllt – aus dem Brief und das Anschreiben.