Der Wahl-Krimi in Spremberg ist entschieden: Es gibt eine Stichwahl zwischen Amtsinhaberin Christine Herntier (parteilos) und Michael Hanko (AfD) um den Einzug ins Rathaus. Beide Kandidaten lieferten sich bis zum letzten Briefwahllokal ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen. Herntier konnte sich vor allem mit der Auszählung der Briefwahl schrittweise klar absetzen. Die Kommunalpolitikerin  bekommt aber im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit der abgegebenen Wählerstimmen nicht. Ein Ergebnis 50 plus wird verfehlt.

So lief die Bürgermeisterwahl in Spremberg

Nach dem ersten vorläufigen Endergebnis im Ortsteil Terpe hatte Hanko mit 50,3 Prozent deutlich vor Herntier (39,5 Prozent) gelegen. Doch im Laufe des Abends wendete sich das Blatt. In sämtlichen Spremberger Wahllokalen und auch in mehreren Ortsteilen konnte Herntier gegenüber Hanko punkten. Ab 22.33 warteten alle nur noch auf das Briefwahllokal VII. Um 23.18 Uhr stand fest: mit 49,7 Prozent hatte Herntier die absolute Mehrheit knapp verpasst. Gegen Hanko, der im vorläufigen Endergebnis bei 34,4 landete, muss sie am 10. Oktober zur Stichwahl antreten. Dirk Süßmilch (SPD), der dritte Kandidat, kam auf 15,8 Prozent. 72,7 Prozent der Wahlberechtigten ab 16 Jahre hatten sich an der Bürgermeisterwahl beteiligt.