Bombe in Neuhausen/Spree: Bombe entschärft – Straße zwischen Groß Oßnig und Neuhausen wieder frei

Die Straße zwischen Groß Oßnig und Neuhausen (Spree-Neiße) ist wieder freigegeben. Die Bombe wurde inzwischen kontrolliert gesprengt.
Annett Igel-AllzeitZum Entschärfen einer Bombe ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst in die Gemeinde Neuhausen/Spree gekommen. Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist an der Ortsverbindungsstraße zwischen Neuhausen und Groß Oßnig entdeckt worden. Deshalb wurde ein Sperrkreis errichtet. Etwa 40 Menschen mussten deswegen ihr Häuser verlassen, wie Dieter Perko (CDU), der Bürgermeister der Gemeinde, mitteilt.
Von 10 Uhr an wurde die Landesstraße zwischen Groß Oßnig und Neuhausen gesperrt.
Bürgermeister Dieter Perko hoffte, dass dem Team um den Kampfmittel-Experten Mario Büchner die Entschärfung vor Ort gelingt und die Bombe abtransportiert werden kann. Wenn nicht, müsse vor Ort gesprengt werden. Und das sorgt immer für einen ordentlichen „Rums“ in Neuhausen/Spree.
Nach 38 Minuten meldet Sprengmeister Mario Büchner den ersten Erfolg. Der Zünder ist inzwischen vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entfernt worden. Die Bombe wurde kontrolliert gesprengt. Seit circa 11 Uhr ist die Straße zwischen Neuhausen und Groß Oßnig wieder frei.

Solch eine 250-Kilogramm-Bombe wartete auf Enrico Schnick (l.) und Mario Büchner vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in Neuhasuen/Spree. (Archivbild)
Steffi LudwigWaldbrandgefahr bereitete dem Sprengmeister Sorgen
Wie der Bürgermeister, so wollte auch Sprengmeister Mario Büchner eine Sprengung im Wald umgehen, unter anderem wegen der Waldbrandgefahr. Aktuell gilt Stufe III. Für die Sprengung im Wald ist eine zweite Sperrzone errichtet worden. Dazu wurde zusätzliche Unterstützung der Feuerwehrleute aus Bagenz und Kathlow in Rufbereitschaft gesetzt. Im Wald wurde Ausschau nach Spaziergängern gehalten.
Gefunden wurde die Fliegerbombe bereits in der vergangenen Woche. Der Wald wird hier nach Munition abgesucht. Zwei Drittel der Gemeinde Neuhausen/Spree waren einst Kampfmittelverdachtsfläche. Davon sind viele Bereiche bereits abgesucht und beräumt. Dieter Perko (CDU), der Bürgermeister, hofft, dass Grundstückseigentümer künftig auch mal Baugenehmigungen bekommen, ohne sich vorher um die Suche nach Munition bemühen zu müssen.
Fund der Bombe weckt Erinnerung an spontane Explosionen
Regelmäßig ist die Gemeinde nahe Cottbus mit Bomben-Funden konfrontiert. Den Evakuierten das Warten im Saal der Gemeindeverwaltung etwas angenehmer zu gestalten, darin haben die Mitarbeiter schon reichlich Übung.
Auch die L 472 war nicht zum ersten Mal betroffen. Besonders in Erinnerung sind Anwohnern die Tage kurz vor Weihnachten im Jahr 2011. Damals waren Riegelminen spontan explodiert. Minen und Munition musste daraufhin über mehrere Tage gesucht werden. Die Minen wurden vom Kampfmittelbeseitigungsdienst schließlich gezielt gesprengt. Neben dem Krater halfen damals Heuballen, die ein Landwirt zur Unterstützung gebracht hatte, die Wucht der Sprengung etwas einzudämmen.
