: Betonkrebs auf Lausitzer Autobahnen – DDR-Wissen hätte Baufehler verhindert
Der Osten hätte es besser wissen müssen: Obwohl die Alkali-Kieselsäure-Reaktion im Beton bekannt war, sind Fehler beim Autobahnbau wiederholt worden. Die Folge: teure Nacharbeiten. Erst jetzt werden die Rezepturen der Betonbaufirmen geprüft.
Autobahnabschnitt auf der A 15 bei Kackrow: Betonpiste mit Betonkrebs (l.) und Asphaltbelag mit Blasenbildung (r.).
Christian Taubert
Risse und zerbröckelnder Beton: Auf den Lausitzer Autobahnen hat der Betonkrebs die Fahrbahnen unsicher gemacht. Das Reparaturprogramm ist angelaufen. Jetzt nerven die Staus auf der A 13 und A 15.
Hendrik Schmidt/dpa
Betonkrebs und Asphaltblasen erfordern ein gewaltiges Reparaturprogramm auch auf den Lausitzer Autobahnen. Dabei haben die Ossis vor dem Schaden genau gewusst, welche Baumaterialien nicht verwendet werden können.
Hendrik Schmidt
Auf der Bundesautobahn A 15 ist der Abschnitt zwischen der Ausfahrt Vetschau und Cottbus-Süd in Richtung Forst derzeit gesperrt. Bevor eine neue Asphaltschicht auf den Fahrbahnuntergrund kommt, wird die alte Betonfahrbahn abgefräst. Die Bauarbeiten auf dem gut zehn Kilometer langen Abschnitt werden voraussichtlich bis in den Herbst hinein andauern.
Auf der Bundesautobahn A 15 wird die Fahrbahn zwischen den Abfahrten Vetschau und Cottbus-Süd in Richtung Forst jetzt erneuert. Der Betonkrebs hat die Straße zerfressen.