(cw) In den Herbst- und Wintermonaten steigt die Zahl von Wildunfällen derzeit drastisch an. Diese Beobachtung gilt nicht nur für Wildschweine und Rehwild, wie nahezu täglich in den Unfallberichten der Polizei nachzulesen ist. Auch der Wolf ist derzeit stärker in Kollisionen mit Fahrzeugen involviert. Das bestätigen Corinna und Detlev Klaus, die vom Landesumweltamt offiziell bestellten Wolfsbeauftragten für den südlichen Oberspreewald-Lausitz-Kreis,

„Auf ihren Streifzügen überqueren Wölfe auch Straßen. Und besonders die unerfahrenen Welpen, die gerade erwachsen werden, erkunden das Territorium allein“, erläutern die beiden ehrenamtlichen Beobachter der Wolfspopulation. Hauptsächlich im Zeitraum von Oktober bis Februar, in der Morgen- und. Abenddämmerung, sind die meisten Unfälle dieser Art zu verzeichnen, bestätigt das Ehepaar aus Schwarzheide.

Besonders traurig war es, als die Wolfsbeauftragten in den vergangenen Jahren mehrfach zu überfahrenen Wölfen auf der Bundesstraße 169 zwischen Senftenberg und Lauchhammer sowie auf der Kreisstraße von Lauchhammer nach Tettau gerufen wurden. Dreimal waren damals Wolfswelpen von Fahrzeugen angefahren worden, berichtet Detlev Klaus.

Auch in diesem Jahr gab es in der Region schon mehrere Zusammenstöße zwischen Auto und Wolf. Anfang Februar wurde ein Wolf bei Biehlen von einem Fahrzeug erfasst. Das schwerverletzte Tier wurde einen Tag später zwar aufgefunden, musste jedoch eingeschläfert werden.

Am 15. Februar kam es in den Morgenstunden auf der B 169 nahe Sedlitz (in Höhe der Kanaldurchführung) erneut zu einem Zusammenstoß zwischen einem Wildtier und einem Auto. Ein Tier, nach Angaben des Autofahrers einem Wolf ähnlich, überquerte die Fahrbahn und prallte mit einem Pkw zusammen. „Das Tier flüchtete verletzt über das Feld, eine Nachsuche in der Umgebung blieb jedoch erfolglos“ berichten Corinna und Detlev Klaus. Sie raten Autofahrern, vom Herbst bis zum Frühjahr besonders achtsam zu fahren, um Wildtier-Unfälle zu vermeiden.

Wer Hinweise zu dieser oder anderen Sichtungen von Wölfen in der Region zwischen Altdöbern und Lauchhammer geben kann, kann sich an die beiden Wolfsbeauftragten aus Schwarzheide wenden. „Wir freuen uns sehr über Hinweise von Bürgern, sind auf Beobachtungen von anderen Naturfreunden auch angewiesen“, sagt Corinna Klaus.

Kontakt zu den Wolfsbetreuern
Corinna und Detlev Klaus Telefon 0172 3572491 oder 0152 08641830,
E-Mail an cdklaus@googlemail.com