Windkraft in Schipkau
: Weltrekord-Bauwerk, spektakuläres Finale beim Höhenwindturm

In Schipkau steht ein gigantisches Rekordprojekt vor dem Abschluss. Das höchste Windrad der Welt erreicht bald seine Endhöhe. Doch das Finale hängt an einer unberechenbaren Bedingung.
Von
Jan Augustin,
Torsten Richter-Zippack
Schipkau
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Blick auf die Großbaustelle für den Höhenwindturm auf der Hochkippe Schipkau. Die Konstruktion geht jetzt in den Endausbau.

Blick auf die Großbaustelle für den Höhenwindturm auf der Hochkippe Schipkau. Die Konstruktion geht jetzt in den Endausbau.

Gicon/Martin Burmeister
  • In Schipkau steht der Höhenwindturm vor dem Endausbau – Montage der Großteile läuft.
  • Ab Sonnabend, 19. September 2026, kann täglich die Teleskopierung beginnen.
  • Geplanter Start am Sonntag, 20. September 2026, doch Wetter und Sicherheit entscheiden.
  • Der Innenturm fährt mit rund neun Metern pro Stunde nach oben und wird fixiert.
  • Nach dem Hub: 365 Meter Gesamthöhe, höchstes Windrad der Welt und zweithöchstes Bauwerk in Deutschland.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Montagearbeiten an dem neuartigen Höhenwindturm im brandenburgischen Schipkau (Oberspreewald-Lausitz) stehen nach Angaben des Entwicklers Gicon unmittelbar vor dem Abschluss. Bis zum Ende der Woche sollen alle Großkomponenten montiert und die wesentlichen Arbeiten beendet sein, um die Voraussetzungen für den anstehenden Hub des Innenturms zu schaffen. Darüber informiert Gicon-Sprecher Martin Burmeister.

Ab Sonnabend, 19. September 2026, könne täglich mit dem Beginn der sogenannten Teleskopierung gerechnet werden. Der konkrete Start des Hubprozesses hänge jedoch vollständig von den aktuellen Witterungsbedingungen sowie den damit verbundenen Sicherheitsvorkehrungen ab. Wie Martin Burmeister erklärt, plant das Unternehmen derzeit, den Vorgang am Sonntag, 20. September 2026, einzuleiten: „Dieser Termin steht jedoch ausdrücklich unter Vorbehalt; Sicherheit geht vor Geschwindigkeit.“

Bei dem Teleskopierverfahren wird der Innenturm mithilfe eines speziell entwickelten Litzenhubsystems schrittweise auf seine finale Position gefahren. Der Anhebungsvorgang soll mit einer Geschwindigkeit von etwa neun Metern pro Stunde erfolgen. Nach dem Erreichen des Zielpunkts werde der Innenturm fest fixiert. Der gesamte Hubprozess soll voraussichtlich rund 24 Stunden in Anspruch nehmen.

Höhenwindenergie als Potenzial für bestehende Windparks

Nach der Verankerung wird die Anlage eine Gesamthöhe von 365 Metern erreichen. Damit wird das Bauwerk in Schipkau das höchste Windrad der Welt und nach dem Berliner Fernsehturm gleichzeitig das zweithöchste Bauwerk in der Bundesrepublik Deutschland sein. Die Fertigstellung markiere laut dem Unternehmen einen zentralen Meilenstein für den Einsatz leistungsfähiger Onshore-Windenergieanlagen in bisher ungenutzten Höhenschichten.

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Das technologische Konzept zielt darauf ab, die in größeren Höhen herrschenden, stärkeren und gleichmäßigeren Windverhältnisse effizient zu nutzen. Auf diese Weise solle künftig zusätzliche Erneuerbare Energie erzeugt werden, ohne dass dafür neue Flächen außerhalb bereits erschlossener Windparks ausgewiesen werden müssten.

Sollte die Technologie in die Serienfertigung gehen, bestehe laut Gicon das Potenzial, in den kommenden Jahren bundesweit bis zu 4000 dieser Höhenwindtürme zu errichten.