Die Angst vor dem Corona-Virus wächst auch in Senftenberg. Um die Ausbreitung einzudämmen, hat das Klinikum Niederlausitz den für diesen Sonnabend geplanten Schlaganfalltag abgesagt. Dabei handelt es sich um eine Großveranstaltung für ein medizinisches Fachpublikum.

Die „25. Senftenberger Gespräche zum Schlaganfall“ und der „9. Lausitzer Schlaganfalltag“ werden auf Herbst 2020 verschoben. „Die Entscheidung wurde aufgrund der aktuellen Informationslage zum Corona-Virus in Senftenberg getroffen“, bestätigt Klinikumssprecherin Kristin Dolk.

Die Verschiebung des Schlaganfallsymposiums soll die örtlichen Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten, die einen Großteil der Veranstaltungsgäste stellen, vor einer Gefährdungssituation schützen. Es hatten sich rund 300 Teilnehmer angemeldet. Hintergrund sind die zwei bestätigten Corona-Fälle aus Senftenberg und Lübbenau.

„Wir haben diese in der Region einmalige Veranstaltung mit großem Bedauern verschoben. Wir kommen damit aber unserer medizinischen Verantwortung gegenüber unseren Gästen nach“, informiert Prof. Fritjof Reinhardt, Leitender Arzt der Stroke Unit der Klinikum Niederlausitz GmbH und einer der Wissenschaftlichen Leiter der Veranstaltung. Damit entfällt am 14. März auch das für den Nachmittag geplante Bürgerforum zum Schlaganfall.

Das Schlaganfallsymposium ist eine gemeinsame Veranstaltung der Klinikums Niederlausitz GmbH und der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg. Seit 25 Jahren treffen sich auf dem Schlaganfallsymposium Mediziner, Fachwissenschaftler, Pflegekräfte und Therapeuten sowie Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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