Die Corona-Pandemie macht auch der eigentlich für September geplanten zehnten Auflage der Ausbildungsmesse des Regionalen Wachstumskerns Westlausitz (RWK) einen Strich durch die Rechnung. In Abstimmung mit der Agentur für Arbeit Cottbus, dem Premiumpartner der Veranstaltung, soll die Messe in der Senftenberger Niederlausitzhalle nun am 13. Februar 2021 stattfinden. Das hat RWK-Mitarbeiterin Kati Kiesel am Donnerstag mitgeteilt.
„Zu diesem Zeitpunkt halten die Schüler bereits ihre Halbjahreszeugnisse in den Händen und können so an den Ständen der Ausbildungsbetriebe gleich Nägel mit Köpfen machen“, so Kiesel. Unternehmen und Arbeitgeber aus der gesamten Region wollen sich und ihre Ausbildungsberufe vorstellen und „zahlreiche spannende und abwechslungsreiche Zukunftsperspektiven“ anbieten.

Veranstalter erwartet mehr als 100 Aussteller in Senftenberg

Vom Altenpfleger bis zur Zerspanungsmechanikerin sei nahezu für jeden Berufswunsch das passende Angebot dabei. Auch duale Studiengänge sollen angeboten werden. Der RWK Westlausitz habe bereits eine lange Liste von angemeldeten Unternehmen, die sich ihren Nachwuchs regelmäßig auf diesem Messeformat sichern. ZUr zehnten Auflage werden mehr als 100 Aussteller erwartet. Es gibt aber noch freie Standplätze, interessierte Ausbildungsbetriebe können sich noch bis zum 30. Oktober 2020 anmelden, sagt Kati KIesel.
Die RWK-Ausbildungsmesse gilt überregional als eine der wichtigsten Veranstaltungen zur Berufsorientierung und konnte sich in den vergangenen Jahren stetig vergrößern. Gymnasien und Oberschulen der RWK-Städte nutzen sie aktiv für ihre Schüler.

RWK Westlausitz ermuntert Firmen zur Teilnahme an Ausbildungsmesse

Die Veranstaltung wird vorbereitet und durchgeführt vom Regionaler Wachstumskern Westlausitz, bestehend aus den Städten Finsterwalde, Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg mit dem Premiumpartner der Agentur für Arbeit Cottbus und den Kooperationspartnern Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, IHK Cottbus, Handwerkskammer Cottbus und Jobcenter Oberspreewald-Lausitz.
„Auch wenn Unternehmer unter den aktuell schwierigen Bedingungen den Fokus auf dem Tagesgeschäft und der Sicherung von Geschäftsfeldern haben, möchten wir die kleinen und mittelständischen Firmen ermutigen, mit dem kommenden Jahrgang Schulabgänger unkompliziert ins Gespräch zu kommen“, sagt Kati KIesel.
Das Anmeldungsformular und Hintergrundinformationen gibt es unter www.wachstumskern-westlausitz.de.

Mehr Geld für Azubis


Mit dem Inkrafttreten des modernisierten Berufsbildungsgesetzes haben seit dem 1. Januar 2020 alle Auszubildenden in Deutschland einen Anspruch auf eine Mindestvergütung. Für das erste Ausbildungsjahr liegt sie derzeit bei 515 Euro, ab 2021 bei 550 Euro, 2022 bei 585 Euro und 2023 bei 620 Euro. Im weiteren Verlauf der Ausbildung steigt die Mindest­ausbildungsvergütung um 18 Prozent im zweiten Jahr, um 35 Prozent im dritten Jahr und um 40 Prozent im vierten Ausbildungsjahr. Wer seine Ausbildung am 1. Januar 2020 angefangen hat, bekommt also monatlich im zweiten Lehrjahr mindestens 607,70 Euro, im dritten 695,25 Euro und im vierten 721 Euro. Ausnahmen gibt es nur für tarifgebundene Unternehmen. Es gibt aber nur wenige Tarifverträge, die eine Azubi-Vergütung unterhalb der Mindestvergütung vorsehen. Sind Betrieb und Auszubildender nicht tarifgebunden, gilt die Mindestausbildungsvergütung. Ausnahme: Sobald eine tarifliche Vergütung abzüglich 20 Prozent höher ist als die gesetzlich festgelegte Mindestausbildungsvergütung, ist diese Ausbildungsvergütung angemessen und zu zahlen. Quellen: IHK Cottbus, Handwerksblatt