Bürgermeisterwahl in Schwarzheide: Christoph Schmidt darf acht Jahre weiterregieren

Bürgermeister Christoph Schmidt (M.) hat in diesem Jahr aus den Händen des damaligen Stadtverordnetenvorstehers Manfred Lehmann (r.) die Ehrenmedaille der Stadt entgegengenommen, von Initiator Volker Kurze die dazugehörige Urkunde. Schmidt wird für weitere acht Jahre Bürgermeister der Chemiestadt bleiben.
Torsten Richter-Zippack- Schwarzheide wählt am Sonntag neuen Bürgermeister, Schmidt ist einziger Kandidat.
- Amtsinhaber Schmidt regiert seit 2008, will für weitere acht Jahre bleiben.
- Mindestens 15 % Wahlbeteiligung, 50 % Pro-Stimmen nötig für Wiederwahl.
- Stadt kämpft mit millionenschwerem Defizit, BASF größter Arbeitgeber.
- Vor acht Jahren 81 % für Schmidt, diesmal keine Gegenkandidaten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Schwarzheider haben am Sonntag gleich drei Stimmen abgegeben. Zwei Kreuze waren bei der Brandenburger Landtagswahl gesetzt, eine weitere beim Bürgermeister. Denn planmäßig nach acht Jahren endet die zweite Amtsperiode von Christoph Schmidt (parteilos). Der 48-Jährige regiert die Chemiestadt bereits seit dem Jahr 2008. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. 80,7 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für Schmidt. Die Wahlbeteiligung bewegte sich bei 68,7 Prozent.
Vor acht Jahren hatte Christoph Schmidt 81 Prozent der abgegebenen Stimmen eingefahren. Gegenkandidat Dr. Thomas Adam (damals CDU, heute Linke) vereinte 19 Prozent der Stimmen auf sich. Adam ist im Juni 2024 als Stadtverordneter wiedergewählt worden.
Wie viele Schwarzheider per Briefwahl abgestimmt haben
Obwohl es diesmal nur einen Kandidaten gab, hätte dieser nicht zwingend gewählt werden müssen. Denn das Gesetz sagt folgendes: Mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten müssen ihre Stimme abgeben. Davon wiederum müssen 50 Prozent gültige Pro-Stimmen auf den Bewerber entfallen.
Bis Sonntag, 14 Uhr, hatten nach Angaben des Schwarzheider Wahlleiters Jens Schletter, allein im Bürgerhaus als eines der fünf Wahllokale in der Stadt, 44 Prozent der Bürger ihre Stimmen abgegeben. Im Vorfeld hatten bereits mehr als 1000 Schwarzheider per Briefwahl abgestimmt. Zur Kommunal- und Europawahl im Juni waren es lediglich rund 800. Der öffentliche Wahlausschuss zur Bestätigung der Wahlergebnisse tagt bereits am Montag um 10 Uhr im Bürgerhaus.
Was eine Wählerin zu Schwarzheide und zu Brandenburg sagt
Eine Schwarzheider Wählerin ist Marion Lehmann. Was Schwarzheide und die Bürgermeisterwahl angeht, findet sie, dass alles so bleiben solle wie es ist. Sprich, Christoph Schmidt soll weiter Rathauschef bleiben. Für Brandenburg wünscht sich Lehmann hingegen mehr Engagement im sozialen Bereich sowie in der Bildung.
Die Schwarzheider Bürgermeisterwahl fällt in eine schwierige Zeit für die Chemiestadt. Denn die Kommune hat mit einem millionenschweren Defizit in ihrer Haushaltskasse zu kämpfen. Grund sind Steuerrückforderungen aus längst vergangenen Jahren. Daher muss die Kommune den Gürtel enger schnallen. Im Ort befindet sich der mit Abstand größte Arbeitgeber in der Region, die BASF Schwarzheide GmbH. Dort stehen rund 2200 Menschen in Lohn und Brot, die Jobs der Zulieferer noch nicht mitgerechnet.



