Von Peter Aswendt

Zum sechsten mal veranstaltete der Kreissportbund seinen Sporttag, der auch gleichzeitig Mitglieder- und Wahlversammlung wie auch Auszeichnungsveranstaltung war. Dieses Mal trafen sich die Sportler und Sportfunktionäre im Kulturhaus in Klettwitz. Unter den Gästen waren auch der Präsident des Landessportbundes Brandenburg, Wolfgang Neubert und Wilfried Brödno, Dezernent Bildung, Finanzen und innere Verwaltung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz zugegen.

Aber bevor diskutiert und zur Wahl eines neuen Präsidiums geschritten wurde, gab es angenehme Pflichten zu erledigen. Dass der Sport ohne Geld nicht funktionieren kann, ist ja kein Geheimnis. Auch dass das staatliche Glücksspielunternehmen Lotto einen großen Anteil an der Sportförderung hat, wird kaum jemanden überraschen. Beeindruckender sind da schon die Zahlen, die in dem Grußwort von Wolfgang Neubert genannt wurden: „Jährlich fließen 36 Prozent der Glücksspielabgaben des Landes Brandenburg in die Sportförderung, seit Beginn 2019 jedoch 19 Millionen Euro“, stellt der Chef des Landessportbundes klar. Neben den Fördergeldern vergibt Lotto Brandenburg auch eine jährliche Würdigung des sportlichen Ehrenamts. Der sogenannte „Sportsympathieträger“ ging für das vergangene Jahr an Hendrik Frankus vom FC Lauchhammer und an Peter Kaun vom Zanshin Dojo Vetschau.

Dass der Kreissportbund (KSB) die Begeisterung schon im frühesten Kindesalter wecken möchte, ist klar. Schließlich kann er auf mehr als 14 475 Mitglieder in 163 Vereinen im Landkreis verweisen. Seit 2011 beteiligt sich der KSB daher an der landesweiten Aktion der Kitaolympiade „Immer in Bewegung mit Fritzi“.

An den Kitas werden Wettbewerbe wie Stangenlauf, Ballzielwerfen oder Einsprung in einen Reifen durchgeführt. Aber nicht nur die sportlichen Leistungen werden verglichen, weiß KSB-Geschäftsführer Holger Mudrick: „Es kommt auch darauf an, wie viele der Kinder einer Kita am Vergleich teilgenommen haben“, erklärt er. Das heißt also: Nicht nur die Zeiten und Punkte zählen, sondern auch, ob eine Kita vollzählig oder nur mit Teilen am Wettbewerb teilgenommen hat.

Für das Wettbewerbsjahr 2018 hatte die Kita „Kinderparadies“ aus Saalhausen die Nase vorn. Sie setzte sich immerhin gegen 39 Kindereinrichtungen mit insgesamt 1063 Kindern im Landkreis durch. Zur Preisverleihung waren Jonas, Moritz und Nele gemeinsam mit den Erzieherinnen Doreen Probst und Bettina Eiselt in Klettwitz dabei. Große Freude gab es dann bei der Übergabe der Plakette für den Außen- und Innenbereich. Aber bei den Kids war die Freude über ein großes Bällenetz mit allerlei sportlichen Spielsachen am allergrößten.

Im Anschluss wurde die turnusmäßige Wahl des Vorstandes des KSB durchgeführt. Hier gab es eine Wachablösung zu verkünden: „Ich bin jetzt 75 Jahre jung und habe 56 Jahre ehrenamtliche Tätigkeiten hinter mir“, begründet der scheidende Vorsitzende Reiner Czubowicz lächelnd seine Entscheidung. Zum Abschied gab es noch die Ehrenplakette des Landessportbundes, überreicht durch den Vorsitzenden Wolfgang Neubert. Als neue Vorsitzende des Kreissportbundes wurde Heidrun Lukas vom SV Senftenberg gewählt. Die 65-Jährige ist schon ihr Leben lang sportlich aktiv und wurde von den Delegierten einstimmig zur Vorsitzenden berufen.

Neben den Auszeichnungen und der Wahl des Präsidiums konnte Wilfried Brödno vom Landkreis die Zusage der Unterstützung der Kreisverwaltung in seinem Grußwort überbringen: „Wir werden die sportlichen Aktivitäten in unserem Landkreis wieder mit bis zu 55000 Euro unterstützen.“