Unfall Verkehr Autobahn
: Betrunkener Lkw-Fahrer fuhr trotz Kollision auf A15 von Cottbus-West bis Roggosen weiter

UPDATE 13:30 Uhr: Am Mittwochabend musste die Autobahn A15 in Richtung Polen zwischen den Anschlussstellen Cottbus-West und Roggosen wegen eines Unfalls voll gesperrt werden. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Fahrer betrunken unterwegs war.
Von
Frank Hilbert
Cottbus/Forst
Jetzt in der App anhören
  • Hier an der A15-Anschlussstelle Cottbus-West mussten die Autofahrer die Autobahn in Richtung Polen wegen einer Ölspur verlassen.

    Hier an der A15-Anschlussstelle Cottbus-West mussten die Autofahrer die Autobahn in Richtung Polen wegen einer Ölspur verlassen.

    Frank Hilbert
  • Bis zur A15-Anschlussstelle Roggosen in Richtung Forst im Hintergrund war der Lkw-Fahrer mit dem Unfall-Laster weitergefahren und hatte dadurch eine kilometerlange Ölspur erzeugt (Archivfoto).

    Bis zur A15-Anschlussstelle Roggosen in Richtung Forst im Hintergrund war der Lkw-Fahrer mit dem Unfall-Laster weitergefahren und hatte dadurch eine kilometerlange Ölspur erzeugt (Archivfoto).

    Frank Hilbert
1 / 2

Aufgrund eines Unfalls musste am Mittwochabend, 10. August, kurz nach 19 Uhr die Richtungsfahrbahn der A15 zwischen den Anschlussstellen Cottbus-West und Roggosen voll gesperrt werden.

Der Grund: Laut Leitstelle Lausitz war ein Lkw auf eine Leitplanke geraten und hatte sich dabei den Diesel-Tank aufgerissen, sodass eine lange Ölspur die Folge war. Das Unfallfahrzeug stand hinter der Abfahrt Roggosen auf der A15.

Cottbus-West war letzte freie Abfahrt Richtung Polen

Die Autofahrer mussten aus Richtung Berlin die A15 an der Abfahrt Cottbus-West verlassen und konnten erst in Forst wieder auf die A15 auffahren. Die Anschlussstelle Roggosen konnte in Richtung Polen nicht benutzt werden.

Die Straßenmeisterei war bis in den frühen Donnerstagmorgen, 11. August, mit dem Beseitigen der Ölspur beschäftigt. Gegen 5.30 Uhr konnte die Sperrung der A15 Richtung Polen laut Autobahnpolizei wieder freigegeben werden.

Unfallfahrer fuhr trotz Kollision weiter

Am Donnerstagmittag, 11. August, gab die Polizeidirektion Süd Details zum Unfall auf der A15 bekannt:

Aus bisher ungeklärter Ursache sei gegen 19 Uhr ein slowakischer Sattelzug auf der A15 zwischen den Anschlussstellen Cottbus-Süd und Roggosen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit der Schutzplanke kollidiert. Dabei wurde die Zugmaschine beschädigt.

Obwohl aus dem Tank Dieselkraftstoff austrat, setzte der Fahrer die Fahrt bis zur Anschlussstelle Roggosen fort, wo der Lkw wegen technischer Probleme liegen blieb, so Polizeisprecher Torsten Wendt weiter.

Gesamtschaden beläuft sich auf mindestens 30.000 Euro

Durch die Weiterfahrt nach der Kollision wurde die Fahrbahn durch den auslaufenden Diesel-Kraftstoff stark verschmutzt. Der Abschnitt wurde bis in die späten Nachtstunden voll gesperrt und gereinigt. „Während der Unfallaufnahme stellten die Beamten bei dem 63 Jahre alten Fahrer Alkoholgeruch fest. Zur Sicherung von Beweisen wurde im Anschluss eine Blutprobe in einem Krankenhaus realisiert“, sagt Torsten Wendt. Der Gesamtschaden wurde mit mindestens 30.000 Euro beziffert.

Mehr Blaulicht-Nachrichten zu Polizeieinsätzen, Feuerwehreinsätzen, Unfällen und Bränden in der Lausitz finden Sie auf der Themenseite Blaulicht auf lr.de.

Pendeln

Warum kommt die Bahn zu spät? Was bringt ein Tempolimit auf der Autobahn? Und wie sieht die perfekte Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger aus? Wir berichten über Mobilität in unserer Region - und darüber hinaus.