Traditionelle Ausfahrt
: Simson-Freunde aus Lauchhammer knattern ab

Die DDR-Kult-Mokicks der Marke Simson aus dem thüringischen Suhl haben in der Lausitz eine starke Fan-Gemeinde. Besonders groß ist sie in und um Lauchhammer.
Von
si, sam
Lauchhammer
Jetzt in der App anhören

Im Zweitakt-Klang unterwegs auf den Lausitzer Straßen. Diesmal ging es bis zum Aussichtspunkt in der Calauer Schweiz.

Mirko Sattler

Die Moped-Saison 2020 geht ihrem Ende entgegen. Aber noch zeigte sich das erste Oktober-Wochenende von seiner sonnigen Seite. Optimale Bedingungen also für die Simson-Freunde aus Lauchhammer am Sonntag für ihr traditionelles Abknattern.

Und so starteten 137 Mopeds – vorwiegend der Marke Simson – und dazu auch noch zwölf Trabbis in den Sonnen-Sonntag. Zuverlässig knatterten die Zweitakt-Gefährte zum Saisonausklang noch einmal über die Straßen. Auf ihrer 90km langen Tour ging es diesmal in Richtung Norden bis zum Aussichtspunkt in der Calauer Schweiz. Am Nachmittag wurde dann am Vereinsheim der Simson-Freaks in Lauchhammer die Saison zu Ende zünftig zu Ende gefeiert.

Diesmal waren neben über 100 Mopeds auch zwölf „Rennpappen“ der Marke Trabant bei der Ausfahrt der Lauchhammeraner mit am Start.

Mirko Sattler

Vor mehr als Jahren hatten sich die Simson-Enthusiasten in einer Reihengarage in Lauchhammer-Mitte zusammengefunden, um der gemeinsamen Leidenschaft für das legendäre DDR-Moped zu frönen. Als das einstige Vereinsdomizil an der Finsterwalder Straße in Lauchhammer-West im August 2012 abbrannte, war das der größte Rückschlag für die Simson-Freunde. Plötzlich standen sie vor dem Nichts. Alles war verbrannt. Doch so einfach ließen sich die Jungs nicht unterkriegen. Auf demselben Gelände bekamen sie eine Notbleibe, die sie in nunmehr zum Vereinssitz ausgebaut haben.

Seit 2015 veranstaltet der Verein „Lausitzer Simsonfreaks“ zweimal im Jahr eine große Ausfahrt. Bisher waren stets deutlich weniger als 100 Teilnehmer zu den Ausfahrten gekommen. Derzeit werden die DDR-Simsons von 1500 bis zu 3000 Euro gehandelt.